Verkaufsoffener Sonntag gilt als Trumpf

Verkaufsoffener Sonntag gilt als Trumpf

100 Geschäfte machen beim Wittlicher Extra-Angebot am Wochenende mit. Ein Frühlings- und Kunstmarkt ergänzen die Veranstaltung. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.

Wittlich Er hat keinen verpasst und ist mit ihnen groß geworden. Gregor Fischer kann sagen: "Bei allen bisherigen verkaufsoffenen Sonntagen habe ich persönlich teilgenommen. Sei es bereits während meiner Lehrzeit, meiner Außendienstzeit oder jetzt als Geschäftsinhaber."
Er führt die Parfümerie Fischer als Familienbetrieb in der Burgstraße weiter und sagt: "Für uns ist ein solcher Tag zur Kundenpflege da, und wir freuen uns immer über entsprechenden Erfolg." Fischer ist auch im Vorstand des Stadtmarketingvereins aktiv, der dieses Extra-Angebot am Sonntag, 5. März wieder ausrichtet.
Vereinsgeschäftsführer Karsten Mathar sagt: "In Wittlich öffnen rund 100 Geschäfte und neben dem klassischen Einzelhandel zusätzlich Dienstleister und Autohäuser zum verkaufsoffenen Sonntag. Rund 50 Prozent davon sind über den Verein organisiert und unterstützen somit den Tag."
Der wird ergänzt mit einem Frühlingsmarkt, zu dem bislang 29 Stände angemeldet sind. Das Angebot koste den Verein 4000 Euro inklusive Werbung. Über Standgeld nehme man rund ein Drittel wieder ein, so Mathar und: "In diesem Jahr erweitert der Verein auf Wunsch der Kaufmannschaft die verkaufsoffenen Sonntage auf vier. Hieran zeigt sich, dass dieses Angebot bei unseren Mitgliedern und am Standort Wittlich sehr positiv gesehen und angenommen wird."
Buchhändlerin Claudia Jacoby, Vereinsvorsitzende, sagt dazu: "Ich bin sehr froh, dass wir den vierten Sonntag einstimmig durchgebracht haben. Und jetzt freuen wir uns auf viele Besucher."
Die Kaufleute wollen damit für den Einkaufsstandort Wittlich werben, wie zuletzt mit den "vertauschten" Schaufenstern, die Aschermittwoch geräumt werden (der TV berichtete).
Gregor Fischer bilanziert diese Aktion: "Eine zusätzliche Attraktivitätssteigerung, die sicherlich mit einem Augenzwinkern zur Kenntnis genommen wurde. Uns Teilnehmern hat es auf jeden Fall viel Freude in Vorbereitung und Abwicklung gemacht und wir hoffen, dass unsere Kunden dies genauso wahrgenommen haben."
Und was kann sonst noch getan werden, um die Innenstadt zu stärken? Was könnten etwa die Lokalpolitik noch unterstützend leisten? "Wir hoffen, dass die Stadträte nicht noch zusätzlichen weiteren Verkaufsflächen im ,Grüngürtel' der Stadt zustimmen, sofern diese das innerstädtische Sortiment betreffen. Wir als Vorstand sind mit dem Bereich Wirtschaftsförderung der Stadt Wittlich im vierzehntägigen persönlichen Austausch und haben dort kompetente Ansprechpartner, mit denen wir unsere Stadtmarketinganliegen direkt besprechen können", sagt Gregor Fischer. Immerhin sei die Stimmung gut: "Das Geschäftsjahr 2017 ist mit den bereits gelaufenen Aktionen Einzelhändlerflohmarkt und Wittlich ver-rückt bereits sehr, sehr gut gestartet."
Und zum Sonntag gibt es auch noch ein Extra: Von 13 bis 18 Uhr ist Tag der Offenen Tür im Munzlinger-Museum in der Alten Posthalterei mitten in der Stadt am Marktplatz. Dort gibt es auch einen kleinen Kunstmarkt, bei dem Souvenirs mit typischen Munzlinger-Motiven, wie zum Beispiel Kinderbecher zum Ausmalen, Baumwolltaschen, Kataloge, Buttons, Postkarten, Plakate aber auch ältere Lithografien und Drucke aus dem Archiv des Künstlers in Italien, zum Verkauf angeboten werden.
"Außerdem sind limitierte Plakat-Editionen als gerahmte Kunstdrucke erhältlich. Hier findet sich sicherlich noch das ein oder andere Schnäppchen und Geschenk für Kunstliebhaber", sagt Simone Röhr, Geschäftsführerin der Stiftung Stadt Wittlich, die das Museum betreut.
Und draußen vor der Tür kann dann genau eine Woche nach dem großen Fastnachtsumzug der Frühling kommen. Dafür gibt es noch ein Anzeichen: Die Eisdielen öffnen.

Mehr von Volksfreund