Verkehr

Zum geplanten Verkehrsversuch in der Wittlicher Kurfürstenstraße:

Meinung

Gefährlich für Kinder
Manche Ideen, die Stadtrat und Verwaltung entwickeln, sind für logisch denkende Mitbürger nur schwer nachvollziehbar, so auch die Idee, die Kurfürstenstraße teilweise zu sperren und einen Verkehrsversuch durchzuführen. Warum soll die Straße eigentlich gesperrt werden beziehungsweise wen genau stören die 12 000 Fahrzeuge, die täglich die Kurfürstenstraße passieren? Eine Frage, auf die bisher keine konkrete Antwort zu bekommen war, vielmehr eher schwammige Aussagen, die viel Raum für Spekulationen lassen, wie die Idee, ein Rathaus zu bauen, das die Kurfürstenstraße tangiert - ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Fakt ist: 8000 Fahrzeuge, die bisher die Kurfürstenstraße rauf- und runterrollen, müssen sich einen anderen Weg suchen, und da sind die Sorgen der Anwohner im Sehlemet durchaus berechtigt. Es liegt in der Natur des Menschen, möglichst den bequemsten und den kürzesten/schnellsten Weg zu suchen und zu finden - heißt im Klartext: Im denkbar schlechtesten Fall fahren ab Anfang Oktober noch mal Tausende Autos mehr als bisher durch Talweg, Oberen und Unteren Sehlemet, Mozart- und Beethovenstraße. Aber das ist schließlich kein Problem, oder? Schließlich überqueren täglich nur einige Dutzende Schüler im Alter von sechs bis 17 Jahren die Kreuzung Talweg, Oberer Sehlemet und Mozartstraße, und das bereits heute bei haarsträubenden Bedingungen. An dieser Kreuzung hat man als Erwachsener schon seine liebe Not, den Verkehr und schnell fahrende Autos richtig einzuschätzen. Der Verkehrsversuch, der zu Beginn der Herbstferien starten soll (dann sind die täglichen Bedingungen während der Schulzeit natürlich prima zu beobachten) wird hoffentlich nicht erst dann als extrem gefährlich eingestuft und abgebrochen, wenn - wie so oft - das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Bleibt zu hoffen, dass es in diesem Fall nicht unsere Kinder sind. Georg Baller Wittlich