Vermögen in Gefahr

Auf die mit 13 Jahren begrenzte Gültigkeitsdauer von Wiederbepflanzungsrechten auf den Standorten gerodeter Weinberge weist aus gegebenem Anlass die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz hin.

Bernkastel-Kues. (red/sim) Wie die Landwirtschaftskammer berichtet, werden Termine für das Auslaufen dieser Pflanzrechte oft aus Unachtsamkeit oder Vergesslichkeit verpasst. Damit entstünden nicht selten Vermögensschäden für die Eigentümer. Wer Eigentümer ehemaliger Rebflächen ist, sollte daher die jeweiligen Auslauftermine für das Recht auf Wiederbepflanzung im Auge behalten und vom Verfall bedrohte Wiederbepflanzungsrechte durch Anpflanzung oder Veräußerung an interessierte Winzer retten.Was bei aktiven Betrieben nahezu ausgeschlossen ist, weil hier Wiederbepflanzungen automatisch unter Nutzung des ältesten vorhandenen Rechts vorgenommen werden, komme bei nicht mehr aktiven Winzern gelegentlich vor. Dies geschehe, obwohl die Kammer jedem Rechteinhaber einmal jährlich die noch bestehende Gültigkeitsdauer mitteilt. Da mit dem Verfall ein erheblicher Wertverlust verbunden sei und von aktiven Betrieben durchaus Nachfrage nach Wiederbepflanzungsrechten ausgehe, rät die Kammer dazu, im konkreten Fall Kontakt zur jeweiligen Dienststelle der Landwirtschaftskammer aufzunehmen und das dortige Beratungsdienstleistungsangebot in Anspruch zu nehmen. Bei zeitigem Bemühen lasse sich der Verfall von Pflanzrechten meist durch Übertragung von Betrieb zu Betrieb durch die Kammer vermeiden.