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Verona Kerl zur aktuellen Situation in den Weinbergen an der Mosel

Meinung : Gelassen bleiben!

Extreme sind nie gut. Weder in politischen Ansichten, noch beim Wetter. Aktuell können die Winzer ein Lied davon singen, was es heißt, wenn es zu lange zu viel regnet. Sie arbeiten von morgens früh bis abends spät in ihren Wingerten, spritzen in den Regenpausen gegen Pilzbefall und schneiden das Laub zurück, das buchstäblich in den Himmel wächst.

Für die flächendeckenden Spritzungen kommen Hubschrauber in den Steillagen und Schmalspurschlepper in den Flachlagen zum Einsatz. So mancher Bewohner, der sich in einem idyllischen Weinort nahe der Weinberge niedergelassen hat, fühlt sich besonders von den Hubschraubern genervt und fragt sich: Muss das sein? Die Antwortet lautet: Ja, es muss sein. Zumindest so lange, bis Drohnen eingesetzt werden dürfen, die kleiner, leiser und ungefährlicher sind. Das wird voraussichtlich ab 2022 der Fall sein. Bis dahin heißt es gelassen bleiben. Auch die Winzer sind froh, wenn diese Phase vorbei ist.

v.kerl@volksfreund.de