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Verona Kerls Meinung zu dem Verkauf der Mosellandhalle

Meinung : Pokerspiel um die Mosellandhalle muss enden

Unsere Redakteurin Verona Kerl zur Mosellandhalle

Es ist aller Ehren wert, wenn die Stadt Bernkastel-Kues den bestmöglichen Deal verhandeln will. Mosellandhalle und Parkplätze sind der Bodensteiner-Gruppe aus Traben-Trarbach einiges wert. Denn nur so kann dieser Investor sein Projekt, das Hotel Moselpark zu einem Tagungs- und Kongresshotel auszubauen, realisieren. Der Stadtrat weiß das. Daher pokert er. Seit Jahren. Wer hat das letzte Ass im Ärmel, wer den längsten Atem, wer die besten Nerven? Das Spiel ist spannend. Aber irgendwann muss es auch mal ein Ende finden. Im neuen Jahr wäre es ein guter Vorsatz für alle Beteiligten, tatsächlich mit dem Verkauf zu Potte zu kommen. Woraus beide Seiten Kapital schlagen können: Bei einem Verkauf böte die Stadt Bernkastel-Kues Kapazitäten als Tagungsort – ein Alleinstellungsmerkmal. Weil Kongresse nun mal auch für den Winter geplant werden, belebten Tagungsgäste die Innenstadt. Die Bodensteiner-Gruppe wiederum kann eine tote Immobilie zum Leben erwecken und endlich anfangen, zu planen, um Geld zu verdienen. Eine Partei muss aber den Anfang machen. Da ist es kaum hilfreich, den Einsatz ständig weiter hoch zu schrauben. Denn am Ende gewinnen schließlich beide.
v.kerl@volksfreund.de