"Verschwendung von Geld"

Die Verkehrsregelung in der Trarbacher Brückenstraße sorgte im Stadtrat erneut für eine kontroverse Diskussion. Die SPD hält die so genannte Schrankenlösung für zu teuer.

Die Verkehrsregelung in der Trarbacher Brückenstraße sorgt seit Jahren für Diskussionsstoff im Stadtrat. Nur an Wochenenden ist sie Fußgängerzone. TV-Foto: Archiv/Winfried Simon

Traben-Trarbach. "Einer solch teuren, geldverschwenderischen und nach unserer Meinung schlechten Lösung, die die Mehrheit des Stadtrates will, wird die SPD-Stadtratsfraktion nicht zustimmen." Deutliche Worte sprach am Montagabend auf der Stadtratssitzung SPD-Sprecher Hajo Weinmann. SPD: Brückenstraße als Fußgängerzone

Es ging wieder einmal um die Verkehrsregelung in der Trarbacher Brückenstraße - ein Thema, das seit Jahren die Gemüter in der Stadt erhitzt. Im Februar hatte der Stadtrat gegen die Stimmen der SPD-Fraktion beschlossen, dass weiterhin der motorisierte Verkehr durch die kleine Geschäftsstraße fahren darf. Bedingung: Die Verkehrsteilnehmer müssen, ähnlich wie in einem Parkhaus, vorher an einer Schranke eine Parkkarte ziehen. Dadurch soll verhindert werden, dass Auto- und Mopedfahrer die Brückenstraße als Durchfahrtsstraße benutzen. Die SPD hält die nun von der VG-Verwaltung vorgelegte Planung, das heißt Montage einer Einfahrt- und Ausfahrtschranke mit Kontrolleinheit und Kassenautomat, für überteuert und ist weiterhin dafür, die Brückenstraße während der Saison als Fußgängerzone auszuweisen. Die Verwaltung geht von Kosten in Höhe von 30 000 bis 40 000 Euro aus. Bürgermeister Ulrich K. Weisgerber rechnet damit, dass diese Kosten über die Gebühreneinnahmen refinanziert werden können. Ferner könne die Baumaßnahme unter Umständen aus Stadtsanierungsmitteln finanziert werden. Weinmann hält dagegen: Die Gebühren für die 13 zur Verfügung stehenden Parkplätze könnten unmöglich die Kosten decken. "Auch Poller sind zu teuer"

Zuletzt hatte die SPD anstelle von Schranken Poller ins Gespräch gebracht. Weinmann: "Aber auch das erscheint uns im Hinblick auf die Finanzsituation der Stadt als zu teuer."Weisgerber entgegnete, dass die Wirtschaftlichkeitsberechnung seriös sei. Stadtbürgermeisterin Heide Pönnighaus, die die Kompromisslösung mit Schranken und Parkautomat ebenfalls befürwortet, meinte: "Damit wollen wir doch erreichen, dass die Juxfahrten durch die Brückenstraße aufhören."Der Stadtrat beschloss nun mehrheitlich, dass die Verwaltung auch die Kosten für eine Pollerlösung ermitteln soll. Danach wird der Stadtrat endgültig über die Verkehrsregelung entscheiden.