Vertrauen bekommt im Hochseilgarten andere Bedeutung

Vertrauen bekommt im Hochseilgarten andere Bedeutung

Grenzerfahrungen sammeln und sich aufeinander verlassen können, das stand im Mittelpunkt des Kletterkurses für Jugendliche. Für das Projekt mit dem Namen "Grenzerfahrung" kooperierten die Jugendpflege Morbach, Kids Event und der Hochseilgarten.

Morbach. Zehn Jugendliche haben sich beim Klettern im Hochseilgarten nicht nur näher kennengelernt, sondern wissen nun auch, was es heißt , sich gegenseitig zu sichern. Die Teilnehmer, die keinerlei Erfahrungen mit Klettern hatten, trafen sich immer dienstags am Haus der Jugend in Morbach und fuhren dazusammen zum Erbeskopf. Dort war der Hochseilgarten, "High Live" ihr Ziel.
Das Projekt "Grenzerfahrung" war ein Kletterkurs für Jugendliche, organisiert und durchgeführt von der Jugendpflege der Gemeinde Morbach in Kooperation mit Camilla Müller-Kids Event und dem Hochseilgarten "High Live" der Jugendhilfe Live. Innerhalb des Workshops konnten die Teilnehmer ihre eigenen Grenzen im Bereich Vertrauen, Kooperation, Kommunikation und Selbstvertrauen erfahren und erweitern. Dabei sollten sich die Jugendlichen ausprobieren und nur soweit "gehen", wie sie es selbst für sich vertreten konnten.
Der Kern des Projekts bestand zum einen darin, dass jeder für sich selbst seine eigenen Erfahrungen machen konnte und zum anderen darin, dass sich jeder, unterstützt durch die Gruppe, dazu befähigt fühlte, von Termin zu Termin seine Grenzen und Erfahrungen zu erweitern.
Jugendliche unterstützen sich gegenseitig


Da sich die Teilnehmer vor Beginn des Kurses nicht kannten, mussten sie lernen, sich langsam aufeinander einzulassen, um sich gegenseitig zu vertrauen und sich gegenseitig Sicherheit zu geben.
Aus diesen Gründen wurden die ersten zwei Treffen dazu genutzt, eine Erwartungsabfrage unter den Jugendlichen zu machen, um zu erfahren, was sie von dem Kurs und von der Gruppe erwarten. Des Weiteren wurden, bevor sie mit dem Klettern anfingen, verschiedene Kooperations- und Vertrauensspiele gemacht. Dies sollte die Kommunikation und Kooperation fördern.
Ab dem dritten Termin ging es dann in den Hochseilgarten. Zuerst lernten die Jugendlichen den Umgang mit dem Klettermaterial wie Gurt, Karabiner, Helm und Seile. Danach machten sie sich mit der Sicherungstechnik vertraut. Nach den ersten "Kletterversuchen" wurde sichtbar, dass die Jugendlichen mit der Höhe der einzelnen Kletterstationen unterschiedlich gut zurechtkamen. Dennoch versuchten alle Teilnehmer, sich der ungewohnten Situation zu stellen.
So konnte von Mal zu Mal beobachtet werden, wie sich die einzelnen Jugendlichen im Laufe des Projekts, auch gefördert durch die Gruppe, verbesserten. Allein dadurch war der Workshop "Grenzerfahrung" ein voller Erfolg, sagte Morbachs Jugendpfleger, Mario Herges.
Es ist angedacht, in der Winterzeit ebenfalls einen Kletterkurs für Jugendliche anzubieten. Dieser soll nach Möglichkeit in der Kletterhalle in Kirchberg stattfinden.red