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VG Bernkastel-Kues und Morbach arbeiten zusammen - Bänke sind nicht nur zum Ausruhen da

VG Bernkastel-Kues und Morbach arbeiten zusammen - Bänke sind nicht nur zum Ausruhen da

Ist es eine strategische Zusammenarbeit oder nur Zufall? Die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues und die Einheitsgemeinde Morbach tun sich, wie mehrfach berichtet, nicht nur zusammen, um gemeinsam einen Senioren- und Behindertenbus auf die Räder zu stellen. Auch bei den Mitfahrerbänken gehen sie Hand in Hand.

Sie sollen einheitlich gestaltet sein und gemeinsam bestellt werden. Nur bei der Bezahlung gibt es Unterschiede. In der VG Bernkastel-Kues trägt die Bürgerstiftung die Kosten, in der EG Morbach sollen es, so Bürgermeister Andreas Hackethal, die Ortsbezirke bezahlen. Dabei können sie von Sponsoren unterstützt werden.

Vorbild ist die Verbandsgemeinde Speicher in der Eifel, wo es dieses Projekt schon seit geraumer Zeit gibt. "Dort wird es sehr gut angenommen", sagt Leo Wächter, hauptamtlicher Beigeordneter der VG Bernkastel-Kues.

Das Prinzip ist ganz einfach. An strategisch günstiger Stelle im Ort steht eine Bank. Zur ihr gehört ein Schild mit einem umklappbaren Richtungswegweiser. Wer mitgenommen werden will, kann die Richtung angeben.
Und hier kommt die wahrscheinlich richtige Begründung der interkommunalen Zusammenarbeit zum Tragen. "Man kann auch aus den Hunsrückorten der VG Bernkastel-Kues in Richtung Morbach mitgenommen werden", sagt Wächter. Und von Gonzerath wird es auch nach Monzelfeld gehen.

Versicherungstechnisch sei alles geklärt. Der Gast fahre auf eigene Verantwortung mit. Es soll, so Stimmen in dem zuständigen Ausschuss der VG Bernkastel-Kues, darauf hingewirkt werden, dass keine Kinder mitgenommen werden.
Wann das Projekt startet, ist noch nicht klar. "Die Anfrage in den Orten läuft", sagt Leo Wächter. Pro Bank und Schild wird mit Kosten von 600 Euro gerechnet.