Zeichen ans Land Aus Rücksicht auf die Thalfanger Dörfer: Darum beschließt der VG-Rat einen wohl nicht genehmigungsfähigen Haushalt

Thalfang · Die Verbandsgemeinde Thalfang steckt in der Zwickmühle: Um ihren eigenen Haushalt auszugleichen, müsste sie ihre Dörfer deutlich mehr belasten. Für die Ratsmitglieder ist das aber keine Option. Warum sie stattdessen lieber die Konfrontation mit ihrer Aufsichtsbehörde riskieren.

 Lange hat der Verbandsgemeinderat Thalfang um den Haushalt für 2023 gerungen. Jetzt gibt es einen Beschluss, bei dem allerdings ein Einschreiten der Kommunalaufsicht programmiert ist.

Lange hat der Verbandsgemeinderat Thalfang um den Haushalt für 2023 gerungen. Jetzt gibt es einen Beschluss, bei dem allerdings ein Einschreiten der Kommunalaufsicht programmiert ist.

Foto: Trierischer Volksfreund/Christa Weber

Die Aussage zum aktuellen Haushaltsentwurf der Verbandsgemeinde (VG) Thalfang ist deutlich: „Wenn das so beschlossen wird, ist der Haushalt nicht genehmigungsfähig“, stellt Anna-Katharina Ebel von der VG-Verwaltung fest. Es ist an diesem Abend im Bürgerhaus Berglicht bereits der zweite Anlauf des VG-Rats, den Etat für 2023 zu beschließen. Der erste scheiterte Ende Januar, weil ein drohendes Defizit nur durch eine höhere VG-Umlage von 42 bis 43 Prozent zu vermeiden gewesen wäre. Diese Umlage zahlen alle 21 Ortsgemeinden an die VG – und der Rat wollte lieber Alternativen prüfen, statt die Dörfer stärker zu belasten (wir berichteten).