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VG Wittlich-Land investiert in Spuckschutz für „Erklärtische“

Schulstart : So sollen die Grundschulen der VG Wittlich-Land sicher ins Schuljahr starten

Die Verbandsgemeinde geht zum Schulstart auf Nummer sicher. Lehrer und Schüler sollen sicher zusammenarbeiten können.

Ziel der Landesregierung ist es, nach den Sommerferien ab Montag, 17. August, wieder zu einem regulären Unterricht in den Schulen zurückzukehren. Aber auch nach den Ferien wird der Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen stattfinden müssen. Vom Land gibt es mit dem Hygieneplan Corona für die Schulen in Rheinland-Pfalz klare Richtlinien dazu, wie sich Lehrer, Betreuungspersonal und Schüler in den Schulen zu verhalten haben. „Dank zahlreicher Infektionsschutz-und Hygienemaßnahmen ist die Zahl der Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz auf ein niedriges Niveau gesunken. Trotz schrittweiser Wiedereröffnung der Schulen während der letzten Wochen hat sie sich auf diesem Niveau stabilisiert“, erklärt das Bildungsministerium im aktualisierten Hygieneplan, der ab dem 1. August gilt. Unter Berücksichtigung der genannten Zielsetzungen sei deshalb die Wiederaufnahme des Regelbetriebs in den Schulen mit Beginn des Schuljahres 2020/21 möglich und geboten. Der neue Hygieneplan enthält Vorschriften zum Umgang mit Schülern, die Krankheitssymptome aufweisen, sowie zum Tragen einer Schutzmaske auf und weiterer Hygienemaßnahmen.

Doch was haben sich die Schulträger noch so einfallen lassen, damit der Unterricht an den Grundschulen nach den Ferien wieder sicher starten kann? Der TV hat dabei zunächst bei der VG Wittlich-Land nachgefragt: „Zunächst wird man sehen, wie viele Lehrer da sein werden“, sagt VG-Bürgermeister Dennis Junk.

Hat der Bürgermeister Angst vor Corona-Infektionen an den 14 Grundschulen der Verbandsgemeinde und was wäre im Falle einer Infektion zu tun? „Es wird einzelne Kinder und Lehrer geben, die sich mit Corona infizieren“, sagt Junk, „aber deshalb können wir keine Schulen schließen und einen erneuten Lockdown einleiten.“

Doch damit es erst gar nicht so weit kommt, hat sich die Verbandsgemeinde als Schulträger etwas einfallen lassen und insgesamt 30 000 Euro in die Hand genommen. Damit seien verschiedene Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus ergriffen worden. Wie Junk erklärt, wurde in jeder Schulklasse jeweils ein Tisch mit einem Spuckschutz ausgestattet. „Wenn Kinder Bedarf haben, kann man an diesen Erklärtischen etwas näher zusammenarbeiten.“ Zudem sei geplant, die Betreuungskräfte, die üblicherweise erst zur Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag zum Einsatz kommen, bereits vormittags einzusetzen, um die Lehrer zu unterstützen.

Damit seien die Grundschulen in der Verbandsgemeinde bestmöglich auf den Schulstart nach den Ferien vorbereitet, meint der Bürgermeister. Darüber hinaus beabsichtige die VG nochmal bei den Tablets nachzulegen. Bislang stehe für jedes zweite Kind solch ein Computer bereit. Mit 35 000 Euro aus einem Fördertopf von Bund und Land „wollen wir da eine quasi Vollausstattung erreichen“.

Im vergangenen Schuljahr wurden in der VG 1113 Schüler in 65 Grundschul-Klassen unterrichtet.

Im kommenden Schuljahr 2020/2021 werden nach Angaben der Verwaltung 1116 Schüler in 68 Klassen zu unterrichten sein. In den Folgejahren bis zum Schuljahr 2023/2024 rechnet die Verwaltung ausweislich der Statistik mit weiter steigenden Schülerzahlen.