Viel Arbeit, viel Spaß

HETZERATH. Viele Wochen im Jahr arbeiten die "echten Freunde des Karnevals Hetzerath" an ihrem Fastnachtswagen, um an drei Umzügen in der Region teilzunehmen. Die Themensuche ist oft langwierig, bei der Organisation helfen viele Firmen.

"Letztendlich haben die Männer entschieden", erzählt Silvia Heinz von den "echten Freunden des Karnevals", als es um das Thema des diesjährigen Fastnachtswagens ging. "Ich glaube das ist so ein bisschen ein Männertraum, eine Ritterburg zu bauen, wir Frauen hätten lieber das Thema Inderinnen gehabt." Das Thema des Wagens war dieses Jahr das Schwierigste.Seit Oktober sitzen die sieben Paare mit ihren Kindern regelmäßig zusammen, um den Fastnachtswagen zu planen und zu bauen. "Zunächst muss man klären, wo man einen Hänger und einen Traktor mit Fahrer herbekommt, und wo man überhaupt bauen kann.

Da viele Scheunen zu Wohnhäusern umgebaut worden sind, ist das gar nicht so einfach", sagt Reiner Schuh. Oft helfen Firmen und Landwirte, die Hänger, Traktoren und Unterstellmöglichkeiten zur Verfügung stellen.

"Uns hat die Firma Lehnen einen Platz zum Bauen zur Verfügung gestellt, bei der Firma Luy können wir den Wagen das Jahr über unterstellen, und der Reiterhof stellt uns einen Traktor mit Fahrer zur Verfügung", berichtet Heidrun Dillmann.

Wenn diese organisatorischen Fragen geklärt sind, kann endlich losgelegt werden mit dem Bau. Die Männer besorgen das Material und fangen mit dem Grundgerüst an.

Währenddessen schauen sich die Frauen nach geeigneten Kostümen um. Dann werden Spanplatten zurechtgesägt, Schablonen ausgeschnitten und Pinsel geschwungen. Wenn das Fastnachtswochenende näher rückt, arbeiten alle Mann samstags von 10 bis 17 Uhr. Dann müssen die kleineren Kinder untergebracht werden, die größeren helfen mit, und eine der Frauen kümmert sich ums Mittagessen.

"Der Wagenbau kostet natürlich auch einiges an Geld, pro Person kommen wir dieses Jahr auf 60 Euro, und die Kostüme kommen noch dazu", sagt Silvia Heinz, "deshalb sammeln wir jeden Monat fünf Euro ein, damit die Summe an Fastnacht überschaubar bleibt."

Am Fastnachtssonntag ist es dann endlich so weit. Um 11 Uhr trifft man sich zum Mittagessen und Schminken, die Getränke und das Wurfmaterial werden aufgeladen und um 12.30 Uhr geht es los zum Aufstellen.

Ab 14.11 Uhr erschallt dann das erste Helau vom Wagen, und es zeigt sich, dass sich die Arbeit und Mühen der letzten Wochen gelohnt haben.

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