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Ehrenamt: Viel Engagement, viel Ehre

Ehrenamt : Viel Engagement, viel Ehre

Der Morbacher Bürgermeister Andreas Hackethal hat gleich mehreren gemeinnützig tätigen Personen für ihr Wirken die Ehrenamtskarte des Landes überreicht.

Wer viel für die Gesellschaft leistet, dessen Einsatz soll auch gewürdigt werden. Aus diesem Grund hat das Land die Ehrenamtskarte eingeführt, deren Inhaber von einer Reihe an Vergünstigungen in öffentlichen Einrichtungen profitieren. Jetzt hat der Morbacher Bürgermeister Andreas Hackethal an vier Personen eine Ehrenamtskarte ausgegeben.  Das ist zum einen Antonius Boschet, der seit 2007 in Morbach als Schiedsmann beschäftigt ist. Seine Ehrenamtskarte ist auf zwei Jahre befristet und muss dann wieder neu beantragt werden.

Gleich drei Bürger erhielten die unbefristete Jubiläums-Ehrenamtskarte für mindestens 25 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit. Maternus Thömmes aus Haag ist seit 1988 aktiv im Vorstand des SV Haag. Hans Georg Stein aus Weiperath hat sich in den vergangenen Jahren im Verwaltungsrat der Kirchengemeinde, dem Vorstand des Musikvereins Weiperath und dem Vorstand des Heimatvereins und als Gästeführer im Hunsrücker Holzmuseum seit der Eröffnung vor 19 Jahren gleich in vier Institutionen engagiert. Zudem hat er bei der Erstellung der Ortschronik und der Organisation der 900-Jahr-Feier Weiperaths mitgewirkt. Seit 2011 organisiert er zudem den Seniorentreff.

Heidi Geiter aus Morbach ist seit 1980 in verschiedenen Funktionen für den Kegelsportverein (KSV) Haardtkopf tätig und seit 2014 Kassenwartin im Gesangverein Morbach. „Ihr habt es geschafft, den Weltfocus auf Morbach zu lenken“, sagte Hackethal zu ihr und ihrem Mann Bernd Geiter und verwies auf die zahlreichen Meisterschaften, die unter ihrer Federführung auf der Kegelbahn in der Morbacher Baldenauhalle ausgerichtet wurden, darunter Jugend- und Seniorenweltmeisterschaften. Bernd Geiter hatte sich alleine zur Weltmeisterschaft 2015 seine geleisteten Stunden notiert: Es seien 799 Stunden ehrenamtliche Arbeit gewesen, sagt er. Seine geehrte Ehefrau hat die geleisteten Stunden nicht mitgeschrieben, schätzt diese aber in etwa auf die gleiche Höhe.

„Ohne eure Bereitschaft wäre die Gesellschaft nicht gesellschaftsfähig, im wahrsten Sinne des Wortes“, sagte Hackethal zu allen Geehrten und hob so die Bedeutung des Ehrenamts hervor.

Was bedeutet die Würdigung für die Ausgezeichneten? „Für mich ist es eine Anerkennung“, sagt Boschet. Außerdem sei es für ihn ein Ansporn, sich weiter als Schiedsmann zu engagieren. Das gleiche gilt für Thömmes, der auf Vergünstigungen bei öffentlichen Einrichtungen hofft.

Heidi Geiter freut sich auf die Vorteile, die die Karte mit sich bringt. Sie geht gerne schwimmen und hofft sowohl im Morbacher Freibad als auch in umliegenden Bädern auf günstigere Eintrittspreise.