Kommunalpolitik: Viel Geld für Abwasser und Frischwasser

Kommunalpolitik : Viel Geld für Abwasser und Frischwasser

In der VG Thalfang haben die Mitglieder des Gemeinderats zwei Projekte der Werke auf den Weg gebracht.

Frischwasser und Abwasser sind zwei der Themen, mit denen sich der Verbandsgemeinderat Thalfang in seiner jüngsten Sitzung im Hunsrückhaus am Erbeskopf intensiv beschäftigt hat und in die die Verbandsgemeinde in den kommenden Jahren viel Geld investiert.

Bei der Frischwasserversorgung ist es der zentrale Hochbehälter in der Nähe von Bäsch, der reparaturbedürftig ist. Das gesamte Rohrleitungssystem in dem Gebäude, das 1969 errichtet worden ist, ist inzwischen stark korrodiert und erneuerungsbedürftig, heißt es in der Sitzungsvorlage. Zudem soll die Zugänglichkeit zu den jeweils 1000 Kubikmeter großen Wasserkammern verbessert, deren Innenauskleidung erneuert und das Be- und Entlüftungssystem modernisiert werden.

Rainer Burkhart vom Büro BFH-Ingenieure hat den Ratsmitgliedern die erforderlichen Arbeiten erläutert und die entstehenden Kosten mit rund 450 000 Euro inklusive der Umsatzsteuer veranschlagt. Die Ratsmitglieder haben den Plänen zugestimmt.

Beim Thema Abwasser geht es um die Kläranlage Neunkirchen-Schönberg und die Schmutzwässer aus Talling. Die Kläranlage des 212 Einwohner großen Dorfes sollte nach ursprünglichen Überlegungen aufgegeben und das Schmutzwasser über eine Leitung zur Kläranlage Neunkirchen-Schönberg geleitet und dort geklärt werden.
Nur haben sich in den vergangenen Jahren die Anforderungen an Kläranlagen erhöht, insbesondere für Kläranlagen mit einem Einzugsbereich von 500 Einwohnern und mehr. Dies wäre der Fall für die von derzeit 387 Einwohnern genutzte Kläranlage Neunkirchen-Schönberg, wenn das Schmutzwasser aus Talling hinzukäme.

So hat sich für die Ratsmitglieder erneut die Frage gestellt, ob beide Kläranlagen beibehalten und für rund 2,05 Millionen saniert werden oder ob der ursprüngliche Plan beibehalten wird, für rund 2,5 Millionen Euro die Tallinger Anlage aufzugeben, eine Leitung nach Schönberg-Neunkirchen zu bauen und die Kläranlage dort den neuen Erfordernissen wie der Verringerung der Phosphorbestände im Abwasser anzupassen. Zwar seien die Betriebskosten für zwei Standorte wegen des höheren Wartungsaufwandes höher, heißt es in der Sitzungsvorlage. Doch stelle diese Lösung langfristig die wirtschaftlichere dar.„Damals hatten wir eine andere Grundlage für unsere Entscheidung“, sagt Winfried Welter von von den Christdemokraten zu den ursprünglichen Plänen. Die Ratsmitglieder haben daher beschlossen, kurzfristig die Tallinger Kläranlage zu planen und neu zu bauen. Mittelfristig soll die Kläranlage Neunkirchen-Schönberg folgen. Bei beiden Anlagen wird zudem die Regenentlastung optimiert.