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Viel Geld wird in die Feuerwehr in Wittlich-Land investiert.

Feuerwehr rüstet auf : Die richtige Ausstattung zählt

Wenn Unwetter wüten oder ein Feuer ausbricht, kommt es bei der Feuerwehr auf jede Minute an. Neben der Zeit spielt aber auch das Material eine große Rolle. Darum wird viel Geld in die Ausstattung investiert.

Acht  Minuten nach dem Alarm müssen die Feuerwehrleute am Einsatzort sein – bei Tag und Nacht, bei Feuer, Unwetter oder Unfällen. Da muss jeder Handgriff sitzen und auch die Technik muss funktionieren.

Neben dem Faktor Zeit spielt aber auch das Material eine große Rolle, damit die ehrenamtlichen Rettungskräfte Hilfe leisten können. Die Freiwillige Feuerwehr ist an 365 Tagen im Jahr, täglich 24 Stunden einsatzbereit. Um diese Bereitschaft zu gewährleisten, muss ständig Ersatz beschafft und voraus geplant werden. „Es hängen Leben davon ab“, sagt Stephan Christ, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Wittlich-Land und Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Osann-Monzel. Die nächste Planung soll nach der Kommunalwahl im neuen Rat    beschlossen werden, bestenfalls ohne Einschränkungen.

Fahrzeuge Christ beschreibt die ständige Beschaffung an Ersatz als fortlaufenden Prozess. 62 Fahrzeuge gehören zu den 44 Feuerwehren in der VG. Mindestens 28 Jahre lang soll ein Feuerwehrfahrzeug halten, so sei es auch im VG-Rat beschlossen worden, sagt er. In den neueren Fahrzeugen sei jedoch viel Elektronik verbaut, so dass teilweise Reparaturen notwendig sind, die teuer werden.

Seit Stephan Christ 2011 Wehrleiter wurde, sind 21 Fahrzeuge bestellt worden,  17 sind schon da, vier stehen noch aus. Diese Planung soll einen Zeitraum von zirka zehn Jahren abdecken.

Standorte Die Standorte der 44 Freiwilligen Feuerwehren in der Verbandsgemeinde müssen kontinuierlich in Schuss gehalten und auf den neuesten DIN-Standard gebracht werden. Mit neuen Aufgaben und Ausrüstungsgegenständen wächst außerdem der Platzbedarf.

Zurzeit sind die Feuerwehrhäuser der Wehren in Minderlittgen, Altrich und Osann-Monzel im Bau beziehungsweise Umbau.  Die Umbauten finden teilweise in Eigenleistung der Feuerwehrleute statt. „Die Geräte dazu bekommen wir teilweise aus den Orten geliehen, da bekommen wir gute Unterstützung“, sagt Stephan Christ. In Zukunft stehen als nächstes Großlittgen und Manderscheid an.

Im vergangenen Jahr wurde die 530 Quadratmeter große Feuerwehrwerkstatt in Landscheid eingeweiht. Vor der Fusion der Verbandsgemeinden gab es vier verschiedene Werkstätten, nun gibt es nur noch eine. Dort sollen Geräte geprüft, gewartet, repariert, gereinigt und gelagert werden.

Kosten und Anschaffungen Die Feuerwehr Platten hat im April 2019 den ehemaligen Bürgerbus der Verbandsgemeinde Wittich-Land als Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) erhalten. Der Restwert und der erforderliche Umbau mit Sondersignalanlage, Funk und die Beklebung in Rot kosteten etwa 30 000 Euro. Auch im April ausgeliefert wurden ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) für die Freiwillige Feuerwehr Gipperath für 51 000 Euro und ein Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 (HLF 20) für die Freiwillige Feuerwehr Landscheid für 355 000 Euro. Für 2019 sind noch weitere Anschaffungen geplant. Ein mittleres Löschfahrzeug (MLF) für die Freiwillige Feuerwehr Osann-Monzel für 230 000 Euro und ein Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) für die Freiwillige Feuerwehr Salmtal für 155 000 Euro.

Der Ausschuss für Brandschutz und technische Hilfe hat am 24. April außerdem die Anschaffung von einem Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) für die Freiwillige Feuerwehr Greimerath und das gleiche Fahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Niederscheidweiler (Kosten je 55 000 Euro) beschlossen. Die Fahrzeuge werden im Frühjahr 2020 geliefert.

Die Baumaßnahmen für die oben genannten Feuerwehrhäuser sind mit folgenden Kosten veranschlagt: Osann-Monzel 215 000 Euro, Altrich 140 000 Euro und Minderlittgen mit 140 000 Euro. Die Baumaßnahmen werden dieses Jahr noch vor der Heizperiode soweit fertiggestellt werden, damit sie rechtzeitig bezogen werden können.

Der restliche Innenausbau wird aufgrund der hohen Eigenleistung der Feuerwehren – das dauert  dann etwas länger – wohl über Winter 2019/2020 fertiggestellt werden, sodass die Einweihungen im Sommer 2020 stattfinden können.