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Kultur: Viel Gutes und ein wenig Kritik

Kultur : Viel Gutes und ein wenig Kritik

Festival-Chef Rainer Laupichler zieht eine positive Bilanz der Eifel-Kulturtage. Die Auslastung ist stabil.  Und doch würde sich der Leiter des Festivals mehr Unterstützung wünschen.

Rainer Laupichler kann mit der Arbeit seines Vereins und seiner eigenen zufrieden sein. Für ein volles Haus sorgten bei den Eifel-Kulturtagen 2018 wieder die Publikumslieblinge wie Carmela de Feo, das Kabarett à la surprise oder großen Namen wie Elke Heidenreich und die Augsburger Puppenkiste. Auch bei den anderen Lesungen, Comedy-Abenden oder politischem Kabaretts waren mehr als 90 Prozent der Plätze besetzt.

Rainer Laupichler erklärt: „Ich bin damit auf jeden Fall zufrieden. Unser Konzept besteht darin, kleine Säle in Dörfern oder Gemeinden zu bespielen. Deren Kapazität liegt bei 140 bis 180 Zuschauern. Hetzerath bildet mit 300 Zuschauern eine Ausnahme.“ Überrascht war er selbst vom Aufritt des Duos „Onkel Fisch“. Dazu meint er: „Die sprengten mit ihrem Programm und ihrer Vitalität fast das Gemeindehaus in Greverath.“

Aus dem Schwärmen kommt er kaum noch heraus, als er von der Varieté-Dinner-Show berichtet: „Das war eine in jedem Punkt stimmige Veranstaltung. Sie war so gut, dass ich mich während der Show genießend zurücklehnen konnte, was selten passiert, weil ich als Veranstalter immer etwas angespannt bin.“

Doch bei aller Euphorie über die guten Zahlen und das Niveau der Akteure gibt es auch Dinge, die er gerne ändern würde. Beispielsweise würde er sich mehr Unterstützung aus dem Landkreis Vulkaneifel wünschen. Dort sei bisher jede seiner Sponsorenanfragen gescheitert. „Mir fehlt eine schlüssige Erklärung für die Ablehnungen. Bei den Banken passen wir genau in deren Förderprofil, und bei einem Getränkeproduzenten verhält es sich ebenso. Das ist sehr, sehr schade, zumal unsere hiesigen Förderer unsere Kulturarbeit dort unterstützen“, sagt Rainer Laupichler. Förderungen vom Land hatte er für einige Projekte bekommen, aber vor Ort, sowohl in Wittlich als auch in Trier, konnten die Projekte nicht umgesetzt werden. Bei einer  Veranstaltung vermutet er Mauscheleien und Ignoranz, bei der zweiten sei ihm von der Stadt Wittlich mitgeteilt worden, dass es bereits ein Überangebot an Kulturveranstaltungen geben würde.

Dennoch geht es im kommenden Jahr in die 13 Runde der Eifel-Kulturtage. Bei der Programmauswahl versucht er die Künstler zu finden, die zu seinem Publikum passen.

Zudem legen sich die Eifel-Kulturtage nicht auf ein bestimmtes Genre fest. Es wird wieder Kabarett, Lesungen, Comedy, Entertainment, Theater, Tanz oder Bibellesungen geben.

Am 7. April wird eine große Show in Hetzerath stattfinden, eine Politgröße wird in Klausen zu Gast sein und eine Comedy-Veranstaltung „der größten Lästerzunge der Republik“, wie Rainer Laupichler sagt, wird in Badem und Faid das Publikum unterhalten.

Das Programm der Eifel-Kulturtage für das kommende Jahr wird Anfang Dezember vorgestellt, dann startet auch der Vorverkauf. Zudem wird der oder die Gewinner des Publikumspreises der Eifel-Kulturtage 2018, der „dicken Berta“, verkündet.