Viel Lob für den 16. Erbeskopfmarathon in Thalfang

Viel Lob für den 16. Erbeskopfmarathon in Thalfang

Während die letzten Reste des "Erbeskopf-Marathon 2017" beseitigt werden, gibt es viel Lob in den sozialen Netzwerken.

Am "Tag danach" sah es in der Markgemeinde aus, als ob am Tag zuvor nichts gewesen wäre. Als wäre nicht das höchste Gut im Ort an diesem Sonntag ein Parkplatz gewesen und als hätten nicht Hunderte von Mountainbikern aus dem In- und Ausland "die Mark" in Beschlag genommen. Die Menschen in Thalfang gingen am Montag bei Nieselregen wieder ihren gewohnten Beschäftigungen nach.

Nur am Rand der Festwiese beim großen Kreisel am Ortseingang wurde noch geschäftig "gewurstelt und gewerkelt."
"Es war schon 18 Uhr durch, als der letzte Teilnehmer endlich im Ziel war. Aber das war auch voraus zu sehen. Die Witterungsbedingungen waren am Sonntag mit ihrer großen Hitze ja auch extrem gewesen", bilanzierte Abteilungsleiter Thorsten Rode. Er stand gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Sportfreunde, Wolfgang Junk, und etlichen unentbehrlichen freiwilligen Helfern am Montagmorgen schon wieder "unter Strom", um die letzten Reste der 16. Auflage des Erbeskopf-Marathons zu beseitigen.

Die "Sanis", die seit dem frühen Sonntagmorgen bereit standen, hätten zu tun gehabt, aber das sei nun einmal so beim Mountainbiking: "Da sind Stürze im Gelände auch bei allem Können und aller Vorsicht nicht zu vermeiden. Das ist nun einmal ein verletzungsanfälliger Sport und da kommen derartige Zwischenfälle vor."
Aber alle Gestürzten seien schnell versorgt gewesen. Das System mit den Notfall-Rufnummern habe funktioniert. Zwei Teilnehmer seien von den medizinischen Einsatzkräften vorsichtshalber zur weiteren Untersuchung in das Krankenhaus nach Hermeskeil gebracht worden. Und das Wichtigste: "Die Teilnehmer hatten sich den Bedingungen angepasst und genug getrunken. Wir waren mit Hunderten von Litern isotonischer Getränke an den Verpflegungs-Stationen darauf vorbereitet gewesen."

3250 Höhenmeter hatten die Teilnehmer auf der 110 Kilometer langen Elite-Strecke zu bewältigen. Der "Königsanstieg" auf allen Strecken war die knapp acht kilometerlange Kletterpartie mit immer wieder eingestreuten Trails, zum höchsten Punkt in Rheinland-Pfalz, dem Erbeskopf.

In den sozialen Netzwerken gab es ausschließlich positive Rückmeldungen. "Die Veranstaltung in Thalfang ist jedes Jahr ein Highlight in unserem Rennkalender. Topp organisiert, tollen Strecken und immer gute Stimmung machen einfach Spaß", posteten beispielsweise die Teilnehmer von MTB Racing Koblenz.

"Herzlichen Dank an die vielen Besucher, die sich speziell fürs Biken im Hunsrück - Hochwald interessieren", verliehen Michael Krämer und Eric Lacour aus Kell im Hochwald ihrer Freude Ausdruck. Sie wiesen auch gleich schon auf den nächsten "Hochwald Roadride" an der Hochwälder Radstation am kommenden Sonntag hin. Und auch das Radteam der SG Fidei freute sich über ein "tolles Rennerlebnis."

An Galgenhumor fehlte es ebenfalls nicht: "Mein Sturz kostete mich nur ein paar Minuten in der Endabrechnung und etwas Tape an Armen und Hüfte", postete Sepp aus dem Team "Bike und Triathlon Wein".
Die Veranstalter wollen in den nächsten Tagen Manöverkritik machen und dann alle Punkte durchgehen: Was war gut, was könnte man noch besser machen. "Eventuell einen Umbau der Strecke" wies Vorsitzender Wolfgang Junk nicht von sich, aber darüber sei "das letzte Wort noch nicht gesprochen."

Am Montagabend waren alle Beteiligten zunächst einmal froh, dass auch die letzten Spuren des Erbeskopf Marathon 2017 beseitigt waren. Denn schon jetzt hat der Veranstalter das kommende Jahr im Visier, wohl wissend: "Nach dem Erbeskopf-Marathon ist vor dem Erbeskopf-Marathon."