Viele Besucher, bessere Technik, weniger Plätze

Viele Besucher, bessere Technik, weniger Plätze

"Ziemlich beste Freunde", "Skyfall" und "Der Hobbit" sind im Jahr 2012 die Renner im Mosel-Kino in Bernkastel-Kues gewesen. Die Betreiber verzeichnen für das vergangene Jahr 4800 Besucher mehr als 2011. Derzeit wird der kleinste Kinosaal renoviert.

Bernkastel-Kues. Es war ein gutes Jahr für das Mosel-Kino in Bernkastel-Kues: 2012 kamen 40 800 Besucher in das Kino an der Schanzstraße. Das sei ein "super Ergebnis", sagt Leo Wächter, Geschäftsführer der Mosel-Kino GmbH, die das Lichtspielhaus seit über 20 Jahren betreibt (siehe Extra).
Verregneter Sommer


Das gute Ergebnis führt Wächter, der am 1. Januar 2012 Hermann Lewen als Geschäftsführer abgelöst hat, auf verschiedene Faktoren zurück. "Das liegt zunächst einmal an der guten Filmauswahl", sagt er. Außerdem sei der Sommer relativ verregnet gewesen, so dass mehr Menschen auch in dieser Zeit ins Kino gegangen seien.
Männerkino und Ladies Night


Außerdem gibt es im Mosel-Kino mehrere Veranstaltungsreihen, die regelmäßig für ausverkaufte Säle sorgen. Seit 2002 findet in den Sommermonaten einmal im Monat mit der "LadiesMovieNight" eine Vorstellung nur für Frauen statt. Seit vergangenem Jahr gibt es auch einen Kinoabend speziell für Männer - "statt Sekt wie bei den Damen gibt es für die Herren Bier", sagt Leo Wächter. Insgesamt, berichtet der Geschäftsführer, sei er sehr zufrieden mit dem Jahr 2012. Die Veranstaltungen hätten ebenso wie die Filmauswahl wohl einen Nerv beim Publikum getroffen.
Die Renner im vergangenen Jahr: Der französische Film "Ziemlich beste Freunde", der Animationsfilm "Ice Age 4", der neue James Bond-Film "Skyfall" und der erst im Dezember angelaufene Film "Der Hobbit".
Zwei Säle mit 3-D-Technik


Zwei der drei Säle des Mosel-Kinos sind seit 2011 bereits mit Digital- und 3-D-Technik ausgestattet. Das digitale Kino ersetzt die Verbreitung von Filmen auf Filmrollen. Die Ausstattung entspricht so nun modernen Standards. 119 Besucher finden in Saal eins Platz, 91 im zweiten Saal.
Neuer Name "Starlet"


Der dritte wird gerade umgebaut. Er bekommt neue Tontechnik, außerdem werden die Wände neu gestaltet. Das Kino bekommt ebenfalls digitale, allerdings keine 3-D-Technik. Die neue Bestuhlung mit Ledersessel führt dazu, dass der Raum etwas kleiner wird: Zukünftig finden dort 25 statt 45 Besucher Platz. "Die Besucher sitzen im renovierten Saal künftig unter einem Sternenhimmel", sagt Geschäftsführer Leo Wächter.
Einen neuen Namen bekommt der Saal deshalb auch: "Starlet" wird zukünftig nicht nur für den regulären Betrieb genutzt, sondern soll auch an Firmen und Privatpersonen vermietet werden.
100 000 Euro kostet die Renovierung insgesamt. 30 Prozent werden durch einen Zuschuss aus der Filmförderung des Bundes gezahlt, den Rest zahlt die Verbandsgemeinde als alleiniger Gesellschafter der Betreibergesellschaft.
Wiedereröffnet wird der Saal am Samstag, 12. Januar. Ab 18.30 Uhr können die Besucher dann im neuen "Starlet" einen Film in digitaler Qualität sehen.
Extra

Das Moselkino gibt es seit 1920. Damals eröffnete das erste Lichtspielhaus in der Hebegasse. Das Gebäude des heutigen Kinos wurde zu dieser Zeit noch als Weinversteigerungs-Casino genutzt. 1938 zog das Moselkino in das Gebäude an der Schanzstraße. Seit 1988 wird das Filmtheater von der Mosel-Kino GmbH betrieben - zunächst mit einer 60-prozentigen Beteiligung der Verbandsgemeinde (VG) und einer 40-prozentigen der Stadt Bernkastel-Kues. Seit 1997 ist in allen Kinosälen das Rauchen verboten. 2004 ist die VG alleinige Gesellschafterin geworden. Seit 2005 ist das Kino barrierefrei zu erreichen. Rollstuhlfahrer können mit einem Aufzug direkt ins Foyer fahren. mem

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