Viele Hände, schnelles Ende

BERNKASTEL-KUES. Die 32 Kinder der Kindertagesstätte verfügen ab sofort über einen Sandkasten, der vier Mal so groß wie das Vorgängermodell ist. Dabei geholfen hat unter anderem ein Projekt der RWE Rhein-Ruhr AG.

Heiner Kieren ist Vorsitzender des Elternausschusses der Kindertagesstätte St. Michael Bernkastel und gleichzeitig zweiter Vorsitzender des Fördervereins "Sterntaler". Außerdem ist er Mitarbeiter der RWE Rhein-Ruhr AG. Und damit ist er derzeit geradezu prädestiniert, etwas für den Kindergarten zu tun. Sein Arbeitgeber hat das Projekt "Aktiv vor Ort - Mitarbeiter für Mitmenschen" initiiert. Unterstützt werden soziale Projekte von Mitarbeitern in deren Heimatgemeinden. Die Mitarbeiter verpflichten sich, in ihrer Freizeit kräftig mitanzupacken. Heiner Kieren und sein Kollege Michael Gierens packten beim Sandkasten in der Kindertagesstätte St. Michael an. Das Holz um das Spielgerät war faul und verwittert. Die Spielfläche war mit fünf Quadratmetern außerdem viel zu klein. Nun ist die Spielfläche viermal so groß

In einer mehrtägigen Aktion wurde unter anderem die Spielfläche um das Vierfache vergrößert. Wegen der Sicherheit musste eine Holzvertäfelung an der angrenzenden Mauer angebracht werden. Um das Areal bauten die Helfer Palisaden aus Kunststoff. Hilfe kam auch von der Stadt, die zwei Mitarbeiter des Bauhofes und zwei Ein-Euro-Jobber abstellte. Trotzdem belaufen sich die Kosten auf 6000 Euro. 2000 Euro stellte die RWE im Rahmen ihres Projektes zur Verfügung. Den Rest bringt der Förderverein auf. Der Gesamtbetrag, in dem auch der Kauf eines nicht billigen Spielbaggers enthalten ist, kann nach Kierens Auskunft allerdings wahrscheinlich noch gesenkt werden. Die Stadt, die immer wieder Spenden für solche Zwecke bekommt, ist nach den Worten von Stadtbürgermeister Wolfgang Port bereit, das Material zu bezahlen. Zusammengebaut wird der Bagger dann von RWE-Mitarbeitern. Zu den Spendern gehört auch die Firma Keller, die den Sand kostenlos zur Verfügung stellte. Darben musste bei den Arbeiten auch niemand. Die Helfer wurden sogar exzellent versorgt. Diejenigen Mitglieder des "Gastronomischen Spiegels", die Kinder in der Einrichtung haben, sorgten für kostenlose Mahlzeiten.

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