Viele offene Ohren

BERNKASTEL-KUES/NÜRNBERG. (mbl) In der Staatskanzlei in Mainz wurden Erich Schwind und seine Cusanuspilger, die 14 Tafeln des Kreuzweges von Kues nach Rom tragen, mit allen guten Wünschen und priesterlichem Pilgersegen zur zweiten Hauptetappe bis nach Nürnberg verabschiedet.

"In allen Pfarreien, die wir während unserer Etappe passierten, wurden wir herzlich empfangen und wieder verabschiedet, meist mit einem Gottesdienst", tut Erich Schwind seine Freude über den Zuspruch kund. Auch die finanzielle Hilfe durch die Gläubigen sei erstaunlich, so kamen während der zweiwöchigen Etappe mehr als 520 Euro zusammen. Die Raiffeisenbank Bernkastel-Wittlich und die Sparkasse Mittelmosel haben großzügige Spenden geleistet. Die Bereitwilligkeit und der Eifer der Cusanuspilger sind ungebrochen, zumal sie bisher überall auf "offene Ohren" stießen und große Hilfestellung erfuhren. "Als eine Oase der Ruhe und Gastfreundschaft erwies sich Kloster Oberzell am Main", nennt Schwind ein Beispiel der Hilfsbereitschaft. Die Gruppe verweilte hier für zwölf Übernachtungen, den täglichen Transfer machte die Bereitstellung eines Busses der Firma Raskob aus Kinderbeuern möglich. "Die Benutzung der Küche stand uns kostenfrei zur Verfügung", ergänzt Schwind. Die 14 Kreuzwegstationen verbleiben bis zum Start der dritten Hauptetappe von Nürnberg bis Benediktbeuren am Montag, 17. Juli, in der Nürnberger Pfarrei St. Wunibald. Schwind: "Die bereits zurückgelegte Strecke, die Mitarbeit der beiteiligten Mitglieder des Fördervereins Cusanus Rompilger, die Unterstützung des rheinland-pfälzischen Innenministeriums, der Banken und der Polizeiseelsorge sowie die Zusage von Kardinal Karl Lehmann, bei der Ankunft in Rom als Vermittler zu dienen, sind Beweis genug, wie ernsthaft und intensiv das Projekt verfolgt wird." Aus der anfangs "verrückten" Idee eines Einzelnen ist ein Förderverein mit Gemeinnützigkeit entstanden. Diese "kleine Gruppe" der Cusanuspilger aus dem Raum Mosel, Eifel, Hunsrück, Köln und Koblenz meint es Ernst. "Wir wollen einen Cusanus-Pilgerweg, ähnlich dem Jakobusweg, auf den Spuren des großen Moselaners und Deutschen Kardinals Nikolaus von Kues gründen, erklärt Schwind. Jeder kann helfen. Das Projekt kostet viel Energie, körperliche Anstrengung und jede Menge Geld. Für die Logistik, für die Unterkunft und Versorgung zahlen die Pilger. Hilfe brauchen die Teilnehmer für die Deckung der Transportkosten. Spenden werden erbeten unter der Kontonummer 123123 (BLZ 58760954) bei der Raiffeisenbank Wittlich, Stichwort "Cusanus-Rompilger".