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Vielfalt als Markenzeichen: Urban Animals treten in Trier auf

Vielfalt als Markenzeichen: Urban Animals treten in Trier auf

Das Klischee, dass Rockmusiker saufen und Drogen nehmen, bedient die Band Urban Animals nicht. Seit zwei Jahren stehen die fünf Musiker auf den Bühnen der Region. Am Samstag, 17. September, tritt die Band ab 20 Uhr in der Tufa in Trier auf.

Wittlich. Es ist laut im Wittlicher Proberaum am Stadtrand. Wer glaubt, ein Rockmusiker müsse aussehen wie Jimi Hendrix oder Kurt Cobain, wird von den Urban Animals enttäuscht sein: Birgit, Markus, Sebastian, Thomas und Caruso (der Sänger will seinen richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen) passen nicht in die gängigen Rock\' n\' Roll-Klischees - und sie sind sich dessen bewusst.
"Klischees gibt es in Verbindung mit jeder Musikrichtung", sagt Caruso. "Uns macht es Spaß, auch mal ganz bewusst dagegenzusteuern und dann vielleicht auch mal Klamotten auf der Bühne anzuziehen, die man von einer Hardrockband nicht erwarten würde." Im Proberaum trägt Caruso Jeans und T-Shirt zum Kurzhaarschnitt, der unter der Mütze steckt.
Konzertbesucher erwarten harte Gitarrenriffs, ein treibendes Schlagzeug und ein Sänger, der sich durch die Songs singt, schreit und brüllt. Was für eine Musikrichtung das ist, die die Animals machen? "Eine Mischung aus Punk, Hardrock, Metal und Folk mit einem Schuss Rockabilly", sagt Caruso. Musikalische Vielfalt ist ihr Markenzeichen. Jeder in der Band hat seinen eigenen Musikgeschmack; Schlagzeuger Thomas zum Beispiel ist Metal-Fan, Sänger Caruso war lange Zeit in der Punkszene unterwegs, Gitarrist Markus ist mit dem Hardrock der 80er Jahre aufgewachsen. Aus der Schnittmenge dieser Geschmäcker erwächst der ganz eigene Sound der Urban Animals.
Seit 2009 gibt es die Band mit der Frau am Bass. Zuerst musste sie ein Jahr lang ohne Sänger auskommen. Bis Caruso über das Internet gefunden wurde. In ihren Songs - alle in Englisch - geht es um das Übliche: Liebe, Party, Mann und Frau -, manchmal auch um gar nichts, wie in "We believe", einem Lied, das einfach nur Spaß machen soll.
Rockmusik mit politischen Texten zu verbinden, das ist für die fünf kein Thema, ein bewusster Entschluss. "Ich hab was gegen Trends", sagt Caruso. Diese Einstellung ist auch ein Grund dafür, dass die Urban Animals nur mit eigenen Liedern auftreten.
Live ist die Band am Samstag in der Trierer Tufa zu erleben. Dort treten ab 20 Uhr vier Bands aus der Region auf. Zum Auftakt spielt eine weitere Band aus Wittlich: "As we Enter", bevor am später die Urban Animals auf die Bühne des kleinen Saals kommen. gub