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Vierbeinige Retter bestehen Prüfung

Vierbeinige Retter bestehen Prüfung

25 Minuten haben Rettungshunde bei ihrer Prüfung Zeit, um versteckte Personen zu finden. Jana hat ihre Aufgabe mit Bravour gemeistert. Mit ihr verfügt die Hundestaffel Eifel-Mosel nun über zehn Einsatzteams.

Morbach/Wittlich. Aufregung herrschte im Energiepark Morbach, als Hundeführer des Bundesverbands Rettungshunde (BRH) mit ihren Vierbeinern vor dem Eingangstor warteten. Mancher glaubte schon an eine größere Suchaktion, doch war es nur eine Rettungshundeprüfung.
Viele Stunden Ausbildung


Bis aus Hund und Hundeführer ein Team wird, sind viele Stunden Training und Ausbildung nötig. Nur wenn es gelingt, mit dem Hund zusammen zu lernen und sich gegenseitig zu vertrauen, ist eine erfolgreiche Rettungshundearbeit möglich.
Da es beim Ausrücken einer Rettungshundestaffel um Menschenleben geht, ist es wichtig, die Qualität der eingesetzten Rettungshundeteams regelmäßig zu kontrollieren. Dies erfolgt im BRH durch eine jährliche Prüfung.
So waren Teams aus den Staffeln Eifel-Mosel, Saar, Donnersberg, Oberbayern und Weserbergland am Start. Externe Richterin war Anja Kozlowski. Unter realistischen Einsatzbedingungen mussten Rettungshund und Hundeführer ein Gebiet von mehr als zwei Hektar absuchen. Hier galt es, innerhalb von maximal 25 Minuten ein bis drei versteckte Personen zu finden und anzuzeigen. Die Anzahl der versteckten Personen ist dabei den Hundeführern vorher nicht bekannt.
Kälte und Regen erschwerten die Prüfung. Bewertet wurde die Zusammenarbeit der Suchteams, bestehend aus Hund und Hundeführer. Peter Schumann bestand mit Jana die erste Hauptprüfung Fläche und verstärkt die Einsatzteams der Rettungshundestaffel Eifel-Mosel. Tanja Morscheit mit Vino, Werner Neumann mit Jara und Martina Gorges-Dany mit Fly bestanden die Wiederholungsprüfung Fläche. red
Extra

Die Rettungshundestaffel Eifel-Mosel besteht aus nunmehr neun geprüften Flächensuchhunden und einem Personenspürhund. Sie steht bereits seit mehr als dreizehn Jahren Polizei, Feuerwehr, aber auch Angehörigen zur Verfügung, wenn es gilt, suizidgefährdete, verunglückte oder vermisste Personen schnell und unbürokratisch zu suchen. Pro Jahr wird die Staffel mehr als zwanzig Mal alarmiert. Damit die Einsätze für die Alarmierenden kostenlos sind, arbeiten alle Mitglieder der Staffel ehrenamtlich und tragen alle Kosten selbst. Wer das Engagement der Zwei-und Vierbeinern als Förderer, Pate oder mit dem Bereitstellen von Übungsgeländen unterstützen will oder an aktiver Mitarbeit interessiert ist, kann sich auf der Homepage www.rhs-eifel-mosel.de informieren red