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Vom Gewerbegebiet sollen alle Ort in der VG Bernkastel-Kues profitieren

Vom Gewerbegebiet sollen alle Ort in der VG Bernkastel-Kues profitieren

Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues will ein interkommunales Gewerbegebiet ausweisen und ist auf der Suche nach geeigneten Flächen.

In der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues gibt es mehrere größere Gewerbegebiete - unter anderem in Mülheim/Andel, in Ürziger Mühle, auf dem Wenigerflur in Piesport und auf der Bornwiese in Bernkastel-Kues. Und viele Gemeinden haben kleine Flächen ausgewiesen, wo sich Betriebe ansiedeln können.
Doch ein solches "Klein-Klein" will die VG vermeiden und deshalb ein großes interkommunales Gewerbegebiet mit einer Größe von 40 bis 60 Hektar ausweisen. Aufwendungen und Erträge daraus würden allen Gemeinden in der VG zugerechnet.

Der VG-Rat hat in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig ein Planungsbüro beauftragt, geeignete Flächen zu suchen. Kosten: 127 000 Euro. Es wird etwa ein Jahr dauern, bis die Ergebnisse vorliegen. Für Leo Wächter, hauptamtlicher Beigeordneter der VG, ist entscheidend: Das Gewerbegebiet muss an einer Verkehrsader liegen. Und da kommt die im Bau befindliche B 50 neu ins Spiel. Sie wird nach Fertigstellung die Gemeinden Longkamp, Kleinich und Hochscheid tangieren. Eine ins Visier genommene Fläche befindet sich auf den Gemarkungen Hochscheid, Kleinich und Irmenach. Sie erstreckt sich also bis in den Bereich der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach. Dort sieht man ein solches Vorhaben positiv - zumal es dort kaum Flächen für ein größeres Gewerbegebiet mit guter Verkehrsanbindung gibt. Es gab bereits mehrere Gespräche.

Der Traben-Trarbacher VG-Chef Marcus Heintel sagt: "Wir brauchen Partner. Eine Kommune allein kann das nicht stemmen." Die Fläche bei Hochscheid, Kleinich, Irmenach ist nicht die einzige, die in Frage kommen könnte. Bei Maring-Noviand könnte ein solches interkommunales Gewerbegebiet entstehen, ebenso im Bereich Monzelfeld, Richtung Blockhaus und bei Longkamp.

Allerdings kommt bei all diesen Flächen ein großes Problem auf die Verbandsgemeinde zu: Sie sind größtenteils in Privatbesitz. Schwierige Verhandlungen sind also vorprogrammiert. Die Verbandsgemeinde hatte sich bereits Hoffnungen gemacht, ein Gewerbegebiet ebenfalls bei Longkamp/Monzelfeld an der L 158 ausweisen zu können. Doch diese Pläne musste sie begraben. Das erforderliche Gutachten zum Naturschutz hatte ergeben, dass es dort 500 Nester brütender Vögel und vier Fledermausarten gibt (der TV berichtete). Außerdem war man bei den Planungen für das Gewerbegebiet auf Pläne für eine Talsperre im Veldenzbachtal gestoßen. Danach ist das für das Gewerbegebiet geplante Gelände als Vorranggebiet für den Gewässerschutz ausgewiesen.Extra: GEWERBEPARK HUNSRÜCK-MOSEL

Ein interkommunales Gewerbegebiet von großer Bedeutung ist der Gewerbepark Hunsrück-Mosel (HuMos) in der Gemeinde Morbach. Er wird als Zweckverband in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Morbach und den benachbarten Verbandsgemeinden Bernkastel-Kues und Thalfang betrieben.