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Vom Grünewald bis zur Pleiner Mühle

Vom Grünewald bis zur Pleiner Mühle

Die Wanderschuhe an und schon geht\'s los: Beim Familienwandertag des Trierischen Volksfreunds am 1. September werden den Teilnehmern vier Routen angeboten. Auch eine kinderwagenfreundliche Tour ist dabei. Der Wandertag wird gemeinsam mit der Stadt Wittlich und dem Eifelverein veranstaltet.

Wittlich. Premiere für die Säubrennerstadt: Erstmals gibt es einen TV-Familienwandertag in Wittlich, den die Stadt Wittlich und der Eifelverein unterstützen. Start und Ziel der Wanderung ist der Platz an der Lieser in Wittlich. Los geht\'s am Sonntag, 1. September. Es gibt jeweils geführte Touren, die zu unterschiedlichen Zeiten starten. Natürlich können Wanderer die Touren auch selbstständig gehen, denn alle Strecken sind an diesem Tag speziell ausgeschildert. An der Pleiner Mühle wird es zudem eine Verpflegungsstation geben. Auf dem Platz an der Lieser und auf dem Marktplatz wird ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten, mit Hüpfburg, Unterhaltung und einer Verlosungsaktion, bei der ein Auto gewonnen werden kann.
Vier Strecken haben Vertreter der Stadt Wittlich und des Eifelvereins ausgearbeitet. Start und Ziel ist jeweils der Platz an der Lieser. Parkmöglichkeiten sind auf dem Rommelsbach-Parkplatz vorhanden (P4-Schild folgen).

Tour 1: Die Portnersbergtour
Die fünf Kilometer lange Strecke ist besonders für Familien geeignet und kann auch mit Kinderwagen, Buggys oder Rollstühlen befahren werden.
Die Route führt zunächst entlang der Lieser und zweigt dann ab in den Mittleren Wingertsweg. Von dort geht es weiter durch den Portnersberg, eine von Wittlichs bekanntesten Weinlagen. Nach der Wanderung durch den Wingert mit Ausblick auf die Stadt geht es zurück über den Stadtpark zum Startpunkt.

Tour 2: Die Lieser-Tour
Diese Wanderstrecke mit einer Gesamtlänge von zehn Kilometern führt auf dem Lieserpfad zunächst entlang der Lieser über die historische Kaiser-Wilhelm-Brücke zur Alten Pleiner Mühle. Der Lieserpfad war der Gründungswanderweg, ausgehend von Wittlich nach Manderscheid, sozusagen das Erstlingswerk des im Jahre 1888 gegründeten Eifelvereins - Ortsgruppe Wittlich, die diesen TV-Wandertag unterstützt.
Nicht nur der Eifelverein kann auf eine lange Geschichte zurückblicken - auch der Lieserpfad ist weit über 100 Jahre alt. Er wurde für die damaligen "Vergnügungsreisenden" angelegt und ist laut Manuel Andrack der "schönste Wanderweg der Welt".
Nach circa der Hälfte der Strecke erreichen die Wanderer die Alte Pleiner Mühle, wo für die Teilnehmer die Gelegenheit zur Stärkung besteht.
Nach der Überquerung der Lieser führt der Weg über den Calmont (Kalmet), dessen Name vom lateinischen "calvus mons" (Kahler Berg) abgeleitet ist. Der einst "kahle", heute noch felsige Höhenzug ist mit Laubwald bedeckt. Nach dem Erklimmen des Calmonts geht es vorbei am Landhaus Huwer und nach einer Überquerung des 50. Breitengrads zurück in die Stadt Wittlich.

Tour 3: Die Eifel-Tour
Entlang der Lieser überquert diese 17-Kilometer-Route den 50. Breitengrad am Obersten Wingertsweg zum zweiten Mal. Von hier können die Wanderer die Aussicht auf die Stadt Wittlich und das Wittlicher Tal genießen. Der Blick reicht über die Moseleifel und die 150 Meter tiefer liegende Wittlicher Senke. Weiter geht es über den Pichterberg nach Minderlittgen. Von dort beginnt der Abstieg ins Liesertal, es bietet sich hier ein kurzer Abstecher zur Pleiner Mühle an.
Zurück nach Wittlich geht es über den Lieserpfad.

Tour 4: Die Grünewald-Tour
Diese Tour ist mit 20 Kilometern die längste. Die Wanderstrecke führt durch den Stadtwald bis zum höchsten Punkt Wittlichs: zur Staudt (454 Meter Höhe).
Am Parkplatz Rennpfad können sich die Wanderer erholen und auch eine kleine Stärkung zu sich nehmen. Hier wartet der Eifelverein Wittlich mit kühlen Getränken und vielen Informationen und Geschichten auf die Teilnehmer. Ab hier führt die Strecke zurück über die Alte Poststraße durch die Weinberge in die Stadt Wittich.
Die Stadt Wittlich zählt zu den 36 größten kommunalen Waldbesitzern in Rheinland-Pfalz. Der Stadtwald Wittlich hat einen Laubholzanteil von circa 70 Prozent, überwiegend von Eichenbeständen dominiert. Der Grünewald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Stadt.