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Vom spektakulären Brand bis zur Türöffnung - Feuerwehren in der VG Bernkastel-Kues rücken oft aus

Vom spektakulären Brand bis zur Türöffnung - Feuerwehren in der VG Bernkastel-Kues rücken oft aus

Eine große Bandbreite, von der Tierrettung bis zum Großbrand: Ihre Einsatzbereitschaft haben die insgesamt 28 Wehren in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues im vergangenen Jahr 256 Mal unter Beweis gestellt.

Bernkastel-Kues. Mit einer Fläche von 250 Quadratkilometern zählt die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues zu den größeren Kommunen in Rheinland-Pfalz. Entsprechend breit aufgestellt ist auch die Feuerwehr mit insgesamt 712 aktiven Wehrleuten, die in insgesamt 28 Feuerwehren, davon sechs Stützpunktfeuerwehren ihren Dienst tun.
Der bedeutendste Einsatz war im vergangenen Jahr ein Großbrand in Burgen, erinnert sich Feuerwehrchef Thomas Edringer. Ende August, just als die Verbandsgemeinde ihre jährliche Wehrführerdienstbesprechung in Burgen veranstaltete, brach dort auch ein Brand aus. "Das war der größte Großbrand innerhalb der Verbandsgemeinde und einer der größten im Landkreis Bernkastel-Wittlich", sagt Edringer. Der Einsatz habe weit bis in den Folgetag gedauert, auch Wehren aus der Nachbarschaft hätten damals geholfen. Die Zusammenarbeit mit Wehren aus Nachbar-Verbandsgemeinden und der Stadt Wittlich habe sehr gut funktioniert. Sie sei immer dann zwingend, wenn mehrere Drehleitern gebraucht werden. Das sei in Burgen der Fall gewesen. Die VG Bernkastel-Kues verfüge nur über eine große Drehleiter.Moderne Funk- und Datentechnik


Ein Höhepunkt war 2016 die Indienststellung des neuen Einsatzleitwagens bei der Feuerwehr Noviand, der 110 000 Euro gekostet hat. Er ist mit moderner Funk- und Datentechnik ausgestattet und dient zur Unterstützung des Einsatzleiters. Außerdem wurden zwei Fahrzeuge für die Feuerwehren Brauneberg und Gornhausen beschafft. Dafür wurden jeweils 120 000 Euro investiert.
Die Häufigkeit der Einsätze im vergangenen Jahr hält sich im Mittel, so Edringer. Dabei machen die tatsächlichen Einsätze zur Brandbekämpfung nur einen kleinen Teil aus. Insgesamt habe es 256 Einsätze gegeben, davon 64 Brandeinsätze und 192 technische Hilfsleistungen. Bei den Hilfseinsätzen ging es um Unwetter, Verkehrsunfälle, Menschen- und Tierrettung und Absicherungsmaßnahmen. Die Wehren werden auch immer öfter gerufen, um Türen zu öffnen. Die Zahl der allein lebenden Menschen nehme zu. Gleichzeitig steige damit die Gefahr, dass sie sich in einer hilflosen Situation befinden.
Positiv sei, so Edringer, dass die Zahl der Brandmeldeanlagen steige. Das führe allerdings auch dazu, dass es öfter zu Fehlalarmen komme.
Für 2017 wünscht sich Thomas Edringer unfallfreie Einsätze für die eigenen Einsatzkräfte und die vielen Menschen in der VG, die zum Dienst in der Feuerwehr bereit sind. "Sind sind hochqualifiziert", sagt Edringer. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass alle ein Ehrenamt ausüben. "Manche Leute glauben, wir bekämen Geld dafür", sagt der Wehrleiter der VG, der sich über 19 Jugendfeuerwehren mit 211 Aktiven freut.