Vom Urwald nach Grönland und zurück in die Eifel

Vom Urwald nach Grönland und zurück in die Eifel

Die vierten Dauner Fototage sind ein Publikumsmagnet gewesen. Rund 2000 Besucher haben sich die Multivisions-Schauen, Workshops sowie die Fachmesse angesehen. Am Jugend-Fotowettbewerb haben mehr als 70 Kinder und Jugendliche teilgenommen.

Daun. "Unglaublich beeindruckend, nie zuvor gesehen, einfach fantastisch", so lauteten Kommentare von Besuchern der Multivisions-Schauen bei den vierten Dauner Fototagen.
Gemeint waren etwa die leuchtenden Eisberge von Sven Nieder, die Landschaftspanoramen von Reiner Harscher, die Ultratour ins pakistanische Hochgebirge von Christian Rottenegger oder die Urwaldbilder von Dieter Schonlau.
Bei ihren Expeditionen sind die Fotografen an ihre körperlichen und geistigen Grenzen gegangen.
Polarlicht am Himmel


Sven Nieder nahm seine Zuschauer mit auf eine Reise, die von seinen fotografischen Anfängen bis zum aktuellen Projekt in Grönland reichte. Als Symbol für das Abschmelzen der grönländischen Gletscher hat er dabei mehrere Hundert Meter breite und hohe Eisberge bei Nacht ausgeleuchtet. Dazu tanzt das Polarlicht am Himmel. Entstanden sind Bilder von beeindruckender Schönheit, die aber auch die Verletzlichkeit der Natur zeigen.
Reiner Harscher hat auf seiner fotografischen Weltreise zu den Paradiesen der Erde nicht nur traumhafte Landschaften präsentiert, sondern auch das Leben von Menschen verschiedener Kulturkreise beschrieben.
Aber auch er dokumentierte, dass überall natürliche Zusammenhänge durch menschliche Eingriffe zerstört werden. Christian Rottenegger, Werbefotograf und Extremsportler, hat bei seiner Ultratour mit dem Fahrrad von Deutschland ins pakistanische Hochgebirge extreme Strapazen erlebt und dokumentiert.
Für Dieter Schonlau und seine Frau Sandra Hanke sind die Urwälder Südamerikas oder Borneos zur zweiten Heimat geworden. Von den 25 gemeinsamen Jahren haben sie mehr als zehn Jahre im Urwald gelebt. Entstanden sind Fotos neu entdeckter oder seltener Tier- und Pflanzenarten. Schonlau hat nicht nur den kleinsten Kolibri der Welt fotografiert, der nur so groß ist wie ein Daumennagel, sondern auch den scheuen Jaguar auf der Pirsch erwischt. Zusätzlich haben Dieter Schonlau und Reiner Harscher ihre Art zu fotografieren an Besucher ihrer Workshops weitergegeben. Alle vier Profis waren vom Dauner Publikum beeindruckt: "So tolle und fachkundige Gespräche entwickeln sich sonst ganz selten", so ihr Fazit.
Hans Nieder, Organisator der Dauner Fototage, war rundum zufrieden. Er sagte: "Die Qualität der Referenten war schon toll, das extrem hohe Zuschauerinteresse hat mich total begeistert. Die Leute kamen sogar aus Köln, Belgien, Luxemburg." Laut Nieder ist die Fortsetzung 2014 bereits gesichert. Und der Jugendfotowettbewerb soll dann noch länger laufen, "damit die Kinder und Jugendlichen mehr Zeit haben, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen - und mit der Fotografie." IXExtra

Wie hoch das fotografische Niveau junger Menschen ist, hat der Jugend-Fotowettbewerb gezeigt. Mehr als 70 Akteure haben sich beteiligt und der Jury die Auswahl schwergemacht. Die jeweils zehn besten Bilder aus drei Altersgruppen wurden mit einem Outdoor-Fotoshooting prämiert. Die jeweils ersten Drei bekamen zusätzlich Geldpreise. Die Sieger: 10-12 Jahre: Josua Schmitz (10) Niederehe, Chiara-June Pfeil (11) Stadtkyll, Christian Diederich (12) Kelberg. 13-15 Jahre: Raphael Schmitz (14) Eckfeld, Annika Reichert (15) Weiler, Joana Erdorf (13) Berndorf. 16-18 Jahre: Niklas Kesseler (18) Immerath, Anna Utters (17) Dockweiler, Daniel Groß (18) Kelberg. aix

Mehr von Volksfreund