Vom Wirtshaus zum Kloster
Gertrud Hoffmann hat die Geschichte des ehemaligen Dominikanerinnen-Klosters erforscht. Ihre teils erstaunlichen Ergebnisse hat sie in einem Buch zusammengefasst, das sie am Sonntag, 21. September, vorstellt.
Klausen. "Vom Klausener Wirtshaus zum Kloster der Dominikanerinnen" - so lautet das 143 Seiten dicke Buch mit mehr als 100 Abbildungen von Gertrud Hoffmann. Die pensionierte Lehrerin wird es am Sonntag, 21. September, in Klausen vorstellen.
Hoffmann ging der Geschichte des einstigen Dominikanerinnen-Klosters auf den Grund. Bekannt war bislang, dass die Nonnen das ehemalige Gasthaus Antz 1918 gekauft und das Kloster darin eingerichtet haben. Doch über das Wirtshaus selbst wusste man nichts. Hoffmann liefert einen Teil dieser Geschichte nun nach.
Auch fand die gebürtige Osann-Monzelerin, die bereits historische Gebäude für die Denkmalpflege erforscht hat, heraus, dass das Haus nicht wie zuvor angenommen aus den Steinen des abgerissenen Augustiner-Klosters erbaut wurde. Eine Katasterkarte zeigt, dass bereits vor dem Abriss des Klosters ein Gebäude an gleicher Stelle stand. "Das Gebäude muss zum ehemaligen Augustiner-Kloster gehört haben", folgerte Hoffmann.
Sie hält es für wahrscheinlich, dass am Standort das ehemaligen Dominikanerinnen-Klosters das erste Gasthaus der Augustiner von 1459 stand. Bislang wurde der Klausenhof für dieses erste Gasthaus gehalten, doch wahrscheinlich handelt es sich bei ihm laut Hoffmann um das zweite Gasthaus der Augustiner von 1699.
Großen Wert hat die Autorin bei ihrem Buch auf die Sozialgeschichte gelegt. Sie sagt: "Hier wird die Geschichte des Orts einmal nicht aus Sicht des Klosters, sondern aus bürgerlicher Sicht, aus Sicht der Gasthäuser erzählt."
Die Buchvorstellung am Sonntag, 21. September, beginnt um 18 Uhr im Saal des ehemaligen Gasthauses "Eberhardsklause".