Von den Regenwäldern ins Manderscheider Maarmuseum
Manderscheid · Das Maarmuseum in Manderscheid bietet eine Ausstellung an, in der Besucher fossile, aber auch lebende Urwaldinsekten betrachten können. Und das mit 250 Krabblern, die erstaunliche Talente haben.
Manderscheid. Das Maarmuseum in Manderscheid ist um viele krabbelnde Attraktionen reicher. Das Museum, in dem sich die Geschichte und Entstehung der Eifel-Maare erfahren lässt, zeigt in einer Sonderausstellung "Lebende und Fossile Urwaldinsekten".
Neben ihren versteinerten Artgenossen vom subtropischen, fossilen Eckfelder Maar und anderen Fundstellen leben in insgesamt zehn Terrarien nun rund 250 der bizarren Naturschönheiten aus den tropischen und subtropischen Regenwäldern.
Besucher können so unter anderem schwarze Samtschrecken aus Peru bestaunen, deren aufgestellte Flügel schillernd-rot leuchten.
Die vorwiegend in den Urwäldern von Südostasien, Süd- und Mittelamerika sowie Australien beheimateten "Wandelnden Äste, Bohnen oder Blätter", wie die zur Gattung der Gespenstschrecken zählenden Insekten in der deutschen Übersetzung heißen, sind nur bei ganz genauem Hinschauen im Blattwerk ihrer Terrarien zu erkennen.
Wer mutig ist, kann sich einige der Schrecken sogar auf den eigenen Arm setzen lassen. Ein paar Ausnahmen gibt es allerdings. Körperkontakt mit männlichen Panzerschrecken, die an ihrem Hinterteil messerscharfe Dornen besitzen oder den Igelschrecken, deren Rücken komplett bedornt ist, ist eher nicht zu empfehlen. Ansonsten sind die Tiere aber allesamt harmlos und Pflanzenfresser. Sie stechen und beißen nicht.red
Besucher können die Ausstellung bis Ostern 2016 im Maarmuseum besichtigen.