Von der Katze auf dem Dach bis zur Bombenentschärfung

Von der Katze auf dem Dach bis zur Bombenentschärfung

Die Einheit Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Wittlich ist mit fast 60 Mann Besatzung die größte Wache im Kreis. Insgesamt gibt es mit den Stadtteilen 140 aktive Mitglieder, die sich jetzt zur Jahresdienstbesprechung getroffen haben.

Wittlich. Bevor Wehrleiter Christian Vollmer einen Ausblick auf das bereits laufende Jahr wagte, ließ er das vergangene Jahr Revue passieren. 2012 wurden die vier Einheiten der Feuerwehr Wittlich 166-Mal zur Hilfe gerufen. Dazu gehörten Einsätze von der Katze auf dem Baum bis hin zu einem Wohnhausbrand. Um all dies leisten zu können, ist eine stetige Erneuerung der Technik notwendig. So konnte ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10/10) am Standort Wengerohr in Dienst gestellt werden. Die Lieferung verzögerte sich wegen der zwischenzeitlichen Insolvenz des Aufbauherstellers Ziegler um ein Jahr. Um für die Zukunft weiter gerüstet zu sein, wird eine Ersatzbeschaffung des Tanklöschfahrzeuges (TLF 24/50) am Standort Stadtmitte in Angriff genommen. Da es kreisweit von Bedeutung ist, beteiligt sich der Landkreis an der Finanzierung.Auch ist seit einigen Jahren der Neubau des Gerätehauses in Neuerburg geplant. Mit dem Bau wurde Anfang 2013 begonnen. Ebenfalls in Planung ist ein Anbau am Gerätehaus Stadtmitte. Auch hier wird demnächst Baubeginn sein.Dank vom Bürgermeister

Bürgermeister Joachim Rodenkirch würdigte das Engagement und die Professionalität der Feuerwehr Wittlich. Diese sei bei jedem einzelnen Einsatz erkennbar, besonders jedoch anlässlich des Einsatzes zur Bombenentschärfung deutlich geworden. Die große Aufgabe, 3000 Wittlicher Bürger zu evakuieren, sei hervorragend gelungen und problemlos verlaufen. Er dankte allen Feuerwehrangehörigen für ihr Engagement und die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr.Landrat Gregor Eibes hob die Bedeutung der Feuerwehr Wittlich für den Landkreis hervor. In Wittlich ist ein Teil des Kreisgefahrstoffzuges stationiert. Des Weiteren engagieren sich Feuerwehrleute aus Wittlich in diversen kreisweiten Einheiten und in der Kreisausbildung. Er dankte allen Feuerwehrangehörigen für ihr ehrenamtliches Tun, auch über die Stadtgrenzen hinaus.Im Anschluss daran verlieh Gregor Eibes das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen für 35 Jahre Feuerwehrdienst an Robert Bill (Standort 1) und Martin Hayer (Standort 2). Ulrich Blau (Standort 2) und Alfons Caspari (Standort 3) erhielten das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen für 45 Jahre Feuerwehrdienst. Allen Geehrten dankten Landrat Gregor Eibes und Bürgermeister Joachim Rodenkirch für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit.Besonders bemerkenswert ist, dass dieses Jahr elf Personen neu in die Feuerwehr aufgenommen werden konnten, ohne dass jemand die Feuerwehr verlassen hat. Um den Aufgaben gerecht zu werden, ist nicht nur modernes Handwerkszeug, sondern auch eine ausreichend große Personaldecke erforderlich. Aus diesem Grund betreibt die Feuerwehr Wittlich seit langen Jahren eine hervorragende Jugendarbeit, um Jugendlichen schon früh den Spaß am Feuerwehrdienst vermitteln zu können. Auch wirbt die Feuerwehr Wittlich aktiv um Seiteneinsteiger jeden Alters. Die Erfolge dieser Bemühungen wurden in diesem Jahr besonders deutlich. redExtra

Neu in die Feuerwehr Wittlich aufgenommen und zum Feuerwehrmannanwärter ernannt wurden Julian Backendorf, Janosch Klein, Sven Mögling, Oliver Pohlen (alle Standort 1), Moritz Muscheid (Standort 2), Stefan Greßnich und Jonas Kossendey (Standort 3). Neu aufgenommen und zum Feuerwehrmann ernannt wurde Marcel Müller (Standort 3). Patrick Weckmann (Standort 1) wurde neu aufgenommen und zum Oberfeuerwehrmann ernannt. Susanne Scholl (Standort 1) und Dr. Steffen Patzelt (Standort 2) wurden ebenfalls neu in der Feuerwehr Wittlich aufgenommen und zu Brandmeisten ernannt und zum Gruppenführer bestellt. Zur Oberfeuerwehrfrau befördert wurden Carmen Reis (Standort 1) und Andrea Heiseler (Standort 3). Zum Oberfeuerwehrmann befördert wurden Christopher Klein (Standort 1), Andreas Prudlo und Stefan Scholtes (beide Standort 3). Zum Hauptfeuerwehrmann befördert wurde André Speder (Standort 1). Andreas Diedrich (Standort 3) wurde zum Löschmeister befördert, Rober Bill zum Oberlöschmeister (Standort 1). Christian Lange und Sascha Weckmann (beide Standort 1) wurden zum Brandmeister befördert und zum Gruppenführer ernannt. Dirk Treichel wurde zum Oberbrandmeister befördert und zum Zugführer ernannt. red

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