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Von der Vulkaneifel bis Hetzerath: Trailpark für Mountainbiker wächst

Kostenpflichtiger Inhalt: Freizeit : Von der Vulkaneifel bis Hetzerath – Trailpark für Mountainbiker wächst

In der Verbandsgemeinde Wittlich-Land sollen 60 Kilometer Strecke hinzukommen.

Den Trailpark Vulkaneifel verbinden, wie der Name schon sagt, viele Leute ausschließlich mit dem Landkreis Vulkaneifel.
Dabei führen bereits jetzt einige Touren des Trailparks in das Terrain der Verbandsgemeinde Ulmen sowie das der Verandsgemeinde Wittlich-Land, die sich deshalb auch finanziell an dem Trailpark beteiligen. Dabei wird die Beteiligung der Verbandsgemeinde Wittlich-Land jetzt ausgebaut. Im Rahmen des Infrastrukturprogramms zur Förderung des Tourismus, das der Verbandsgemeinderat auf seiner vergangenen Sitzung beschlossen hatte, soll der Trailpark künftig weitaus tiefer in die VG Wittlich-Land hineinführen.

Das Streckennetz, das vom Norden über Manderscheid bis nach Großlittgen führt und dort endet, soll in Richtung Süden ausgebaut werden. „Es kann ja nicht sein, dass der Trailpark mitten in der VG endet“, sagt dazu Bürgermeister Dennis Junk. Ziel der Überlegungen sei es,  bald auch Landscheid, Niederkail, Arenrath, Niersbach, Gladbach, Dierscheid, Dodenburg und Hetzerath an das Streckennetz anzuschließen. „Im Mountainbiketourismus sehe ich für unsere Region eine Zukunft. Die Topographie gibt das her.“, sagt Junk. Schließlich gehe es ja nicht nur in der Vulkaneifel „rauf und runter“. Die Landschaft der Verbandsgemeinde biete ähnliches Potenzial für anspruchsvolle Mountainbikestrecken.

Zur Erweiterung könne er sich eine etwa 50 bis 60 Kilometer lange Schleife vorstellen. „Man parkt am Kloster Himmerod und macht dann von Großlittgen eine Rundreise bis Hetzerath und zurück.“ Die notwendigen Trassen und Wege dafür, sagt Junk, seien ja bereits vorhanden. Man müsse diese nur beschildern, damit Touristen und Einheimische, die von dem Angebot sicher auch profitieren werden, den Weg fänden.

Bei dem Projekt gehe es auch darum, die touristische Attraktivität der gesamten Verbandsgemeinde ins rechte Licht zurück. „Früher hieß es, Tourismus gebe es  nur rund um Manderscheid. Aber die Landschaft im Heckenland ist zum Mountainbikefahren genau so geeignet.“

Mountainbikefahrer brauchten auch Abwechslung, sagt Junk. Der Trailpark müsse durch technisch anspruchsvollere Routen, wie Down­hill- und Flowtrail-Strecken aufgewertet werden. Damit werde die Angebotspalette erweitert und die Attraktivität des Trailparks weiter gesteigert. Der Trailpark wurde seinerzeit von den Verbandsgemeinden Ulmen, Daun und Manderscheid errichtet. Nach rund 15 Jahren soll das bestehende Konzept nun überarbeitet werden und der Trailpark eine Frischzellenkur verpasst bekommen. Die beteiligten Kommunen haben sich außerdem als Ziel gesetzt, in jeder Verbandsgemeinde ein neues Bike-Highlight zu errichten.

Flowtrail Das Mountaibike-Highlight der VG Wittlich-Land ist nahe Dodenburg geplant: Dort soll ein Flowtrail entstehen. Bei dieser besonderen Streckenführung bergab gilt es, scharfe Kurven und Bodenwellen zu meistern, die kleine Sprünge ermöglichen.

Kosten Für dieses Highlight kalkuliert die Verwaltung mit Kosten in Höhe von rund 15000 Euro. Die Kosten für die Erweiterung des Streckennetzes, sagt Junk, seien noch nicht berechnet. Allerdings sollen für die Erweiterung des Trailparks samt Flowtrail-Parcours Fördermittel beantragt werden. Dabei winkt eine EU-Förderung von 65 Prozent. Die Mountainbike-Strecken, etwa 750 Kilometer, von überörtlicher Bedeutung werden vom Trailpark Vulkaneifel vermarktet und betrieben. Die VG Wittlich-Land beteiligt sich an den Kosten jährlich mit rund 11 300 Euro.

Umsetzung Wie der Bürgermeister erklärt, solle das gesamte Projekt im Jahr 2021 umgesetzt werden.