Verbände : Von Fastnacht bis Freizeit: KJG stemmt viele Projekte

Verbände : Von Fastnacht bis Freizeit: KJG stemmt viele Projekte

Die Katholische Junge Gemeinde war im vergangenen Jahr viel beschäftigt. Auch zurzeit ist sie sehr aktiv.

Sanft stoßen Wellen gegen die Kanus der Kinder. Sie halten ihre Paddel fest in beiden Händen. Von hinten kommt das Kommando: „Und eins! Und zwei! Und drei!“ Mit gleichmäßigen Stößen paddeln die Kinder zusammen mit ihren Betreuern immer weiter in das Herz des Rursees. Die jungen Kanufahrer haben an der  Herbstferienfreizeit Altrich/Wengerohr teilgenommen.

Michael Mies, einer von drei Leitern der Freizeit, erzählt: „Bei unserer Fahrt ist mir Teamgeist am wichtigsten. Es ist schön, mit anzusehen, wie Küchenteam, Kinder und Betreuer eine Gemeinschaft bilden und zusammen Abenteuer erleben.“ Dabei ist die Herbstferienfreizeit von Altrich/Wengerohr nur eine von sechs Freizeiten im Kreis Wittlich, die von KJG-Mitgliedern organisiert wird. Laut Gemeindereferentin Heike Feldges zeugt das „von einer lebendigen Jugendarbeit“. Oliver Berresheim, Diözesanleitung, berichtet: „Im ganzen Bistum Trier werden ungefähr 700 Mitglieder, Teilnehmer an Projekten miteingeschlossen, erreicht.“

Davon seien beispielsweise etwa 75 Mitglieder aus Wittlich, und Altrich käme sogar auf Zahlen um die 100. Tatsächlich sind die Leute der KJG im Umkreis von Wittlich besonders aktiv. So bestand das Organisationsteam des Kinderstufenwochenendes, einer Aktion des Diözesanverbandes der KJG Trier, zum Großteil aus Mitgliedern vom Kreis Wittlich. „Momentan sind wir die stärkste KJG im Bistum Trier“, berichtet Heike Feldges. „Wir sind personell gut aufgestellt.“

Aus diesem Grund können viele Projekte verwirklicht werden. So werden auch in diesem Januar die Sternsinger wieder von Haus zu Haus ziehen. Bundesweit steht dahinter das Kindermissionswerk. Hier vor Ort sind die Organisatoren eine Mischung aus Freiwilligen, Messdienern und natürlich vielen KJG-lern. Dabei sammeln die Kinder Süßigkeiten und Geld. Ersteres dürfen sie selbst mit nach Hause nehmen.

Das Geld wird dagegen jedes Jahr für einen wohltätigen Zweck gespendet. Allgemein gibt es jedoch ein breites Spektrum an Aktionen der KJG – von der Bolivienkleidersammlung über Fastnachtspartys bis hin zu Gruppenstunden. Grundsätzlich gilt: Ob Kind oder Erwachsener – jeder bringt sich ein, wie er kann. Trotz einer Vielzahl gemeinsamer Aktionen unterscheiden sich die jeweiligen Ortsgruppen teilweise in ihren Angeboten. Manche Projekte gibt es nur in Wittlich, andere wiederum nur in Altrich oder Wengerohr. Heike Feldges sieht das jedoch „nicht als Konkurrenz. Es ist eher eine Ergänzung.“

Katholisch sein bedeutet in vielen Fällen auch konservativ sein. Die KJG hingegen möchte mit der Zeit gehen. Eva Thiel, Mitglied im Diözesanausschuss, sagt: „Am meisten freut es mich, wenn die KJG ein Statement setzen kann. Wir sind für Toleranz.“

Dabei stellen sich KJG-ler sogar manchmal gegen kirchliche Ideale. Die Katholische Junge Gemeinde sei für alle. Jeder, unabhängig von der Konfession, Nationalität oder Sexualität, könne mitmachen – an Projekten teilnehmen oder sie mit organisieren.

Denn bei der KJG steht das Miteinander im Mittelpunkt.

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