Von Finanzkrise keine Spur

Rund 220 Gäste waren zur Vertreterversammlung der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank in die Weinbrunnenhalle nach Kröv gekommen. Sie hörten erfreuliche Zahlen aus dem Jahr 2008, das trotz Bankenkrise und Fusion für die Bank erfolgreich war.

Kröv. "Wir haben mit der Krise nichts zu tun", sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Helmut Kutscheid, bei seiner Begrüßung zur Vertreterversammlung der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank eG. Er blickte zurück auf das Jahr 2008, das vor allem durch die Fusion von Raiffeisenbank und Volksbank geprägt war. Dies sei eine ganz besondere Fusion gewesen, da sie im Gegensatz zu früheren Zusammenschlüssen keine Fusion von zwei gesunden Banken und deshalb eine besondere Herausforderung gewesen sei.

Bankvorstand Manfred Günter ging bei seinem Jahresbericht ebenfalls auf die Fusion ein und sprach von einer zukunftsweisenden Entscheidung.

Die besondere Herausforderung sei gewesen, unterschiedliche Rechtsformen, verschiedene Verbände und Zentralbanken sowie die Zugehörigkeit verschiedener Rechenzentren zusammenzuführen. Auch Günter bestätigte, dass die Vereinigte Volksbank die Finanzkrise gut überstanden habe. "Das Geschäftsmodell der Raiffeisenbank ist auf Nachhaltigkeit angelegt."

Bilanzsumme ist um 5,5 Millionen Euro gestiegen



Vorstandsmitglied Peter van Moerbeeck präsentierte den Zuhörern die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres. Die Bilanzsumme sei gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent oder rund 5,5 Millionen Euro auf 755 Millionen Euro gestiegen. Bei den bilanzwirksamen Einlagen der Kunden nannte van Moerbeeck einen Zuwachs von drei Prozent oder rund 17 Millionen Euro auf 582 Millionen Euro. Insbesondere nach dem Zusammenbruch von Lehmann Brothers im September 2008 hätten viele Kunden einen "sicheren Hafen" für ihre Einlagen gesucht. Das hätte zu entsprechenden Geldzuflüssen geführt.

Zum Kreditgeschäft sagte van Moerbeeck, dass die Forderungen an Kunden mit einem Netto-Volumen rund 453 Millionen Euro, also rund 60 Prozent der Bilanzsumme ausmachen.

Nach den Berichten des Vorstandes und des Aufsichtsratsvorsitzenden stimmten die etwa 140 anwesenden Vertreter der Mitglieder dem Jahresabschluss und der Auszahlung einer Dividende von 5,5 Prozent zu. Auch Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet.

Durch die Fusion der Volksbank mit der Raiffeisenbank im vergangenen Jahr wurde auch eine personelle Änderung im Aufsichtsrat notwendig, wie der bisherige Vorsitzende Helmut Kutscheid erläuterte. Damit künftig das Verhältnis 2:1 gewährleistet sei, mussten die Vertreter der Raiffeisenbank von vorher elf auf sechs reduziert werden. Kutscheid selbst schied aus Altergründen aus dem Aufsichtsrat aus.

Er und vier weitere Mitglieder wurden von Heinz Schneider von der Rheinisch-Westfälischen Treuhandgesellschaft gewürdigt. Schneider lobte die Bereitschaft, sich ehrenamtlich einzusetzen. Vor allem Helmut Kutscheid sei ein Glückfall für den Aufsichtsrat gewesen. extra Die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG hat Filialen in Kaisers esch, Cochem, Strohn, Hontheim, Manderscheid, Niederöfflingen, Bausendorf, Reil, Kröv, Wittlich, Wittlich-Bombogen, Großlittgen, Landscheid, Maring-Noviand, Traben-Trarbach, Bernkastel-Kues, Osann-Monzel, Salmtal und Niersbach. (noj)