Von Hexenbesen und warmen Würstchen

Von Hexenbesen und warmen Würstchen

Der Eifelverein möchte auch Kindern den Wald und die Natur näherbringen. Deshalb bietet er Wanderungen mit Schulklassen an. Als erste Grundschule war die Bombogener dabei. Die Schüler hatten viele Fragen an die Vereinsmitglieder, die sie bei ihrem Weg durch den Wald begleiteten.

Wittlich. Es ist nicht ausschließlich eine Wanderung durch den herbstlichen Wald, ein bisschen ist es auch ein Generationentreff. Die 35 Grundschüler der dritten Klasse der Grundschule Wittlich-Bombogen, die zwischen acht und neun Jahre alt sind, trafen auf eine Gruppe älterer Männer und Frauen um die 70 Jahre. Und sie kamen miteinander ins Gespräch. Natürlich lag im Wald zuerst einmal das Thema Natur nahe, zu dem die Kinder fragen stellten, aber auch über Fußball und Sport kam man sich näher.
Wald im Unterricht


Der Eifelverein hatte bei seiner Weihnachtsfeier im vergangenen Jahr die Idee, mit Schulklassen den Wald zu erkunden. Mario Sprünker, Revierförster von Wittlich und Naturwart im Eifelverein, erklärt: "Sich bewegen und dabei lernen in einem, das kann man im Wald sehr gut miteinander vereinbaren. Und da ich durch meine Arbeit als Förster auch viel mit Schulen zu tun habe, konnte ich den Kontakt zwischen der Schule und dem Eifelverein übernehmen."
Die Grundschule Wittlich-Bombogen hat in diesem Jahr ihr 101-jähriges Bestehen, und deshalb wollten sie gerne mitgehen. "Für uns ist das auch ein schöner Auftakt für das Thema "Wald", mit dem wir uns in diesem Schuljahr noch intensiv beschäftigen", berichtet Marion Simon, Lehrerin der Grundschule Bombogen.
Neben der Verpflegung an der Pleiner Schutzhütte mit gegrillten Würstchen und Getränken hat der Eifelverein den Förster und das Lehrpersonal während der Wanderung unterstützt. Uli Marmann hat den Kindern beispielsweise einige Pilze erklärt, andere wussten über die Bucheckern und Eicheln Bescheid. Besonders hat die Wanderung aber auch die Führung durch den Revierförster mit seiner Hündin Mary gemacht. Der Förster erklärte den Kindern, wie der Borkenkäfer die Bäume schädigt, und dass ein Hexenbesen an einem Baum eine Wucherung durch eine Pilzkrankheit ist. Früher hätten die Menschen aus Unwissenheit, und weil es auch so aussieht, Hexenbesen dazu gesagt. Die Kinder fühlten sich im Wald gleich wohl. Sie hatten schnell ein paar Stöcke, Blätter oder Bucheckern gesammelt. An der Schutzhütte war der Hang gleich von 35 Kindern erobert, die flink rauf und runter kletterten.
Anschließend ging es für die Kleinen wieder zurück zur Schule.
"Ich bin öfter im Wald, und mir gefallen die Bäume und Tiere am besten." "Man kann im Wald sehr schön spazieren gehen und viel über die Natur lernen." "Mir gefällt es hier sehr gut, weil es im Wald und an der Schutzhütte viele Möglichkeiten zum Klettern gibt." TV-Fotos (3)/Umfrage: Christina Bents

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