Von kratzbürstigen Töchtern und bockigen Söhnen

Von kratzbürstigen Töchtern und bockigen Söhnen

Tipps zum Umgang mit den pubertierenden Kindern hat Micheal Naundorf von der Lebensberatung Wittlich in der Thalfanger Realschule plus gegeben. Im Dialog zu bleiben und sich an die eigene Pubertät zu erinnern, waren zwei der Ratschläge.

Thalfang. Kratzbürstige Töchter, bockige Söhne, laute Musik, Piercing und Tattoos: In der Pubertät werden Kinder zu Erwachsenen und da gibt es manchmal richtig Zoff zu Hause. Der Sozialarbeiter Micheal Naundorf von der Lebensberatung Wittlich hat während einer Informationsveranstaltung in der Erbeskopf-Realschule plus in Thalfang mit zahlreichen Eltern und Lehrern über das Thema Pubertät gesprochen und Tipps für den Umgang mit den jungen Erwachsenen gegeben.
Warum haben Eltern in der Phase der Pubertät oftmals das Gefühl, dass sich ihr Kind von ihnen entfremdet? Warum glauben sie, dass ihr Kind seine einzige Lebensaufgabe darin sieht, den Eltern zu widersprechen und ihre Lebensauffassung infrage zu stellen? Diesen und ähnlichen Fragen ging Naundorf auf den Grund. Der Sozialarbeiter riet, auf die eigene Pubertät zurückzublicken und ließ die Zuhörer von ihren persönlichen Erfahrungen berichten.
Anschließend erläuterte er, worum es in der Pubertät geht. Er unterteilt die Reifephase in drei Abschnitte vom 11. bis zum 18. Lebensjahr: In jeder Phase stünden altersspezifische Dinge im Vordergrund. Naundorf erläuterte auch die chemischen Reaktionen im Körper und den Umbau im Gehirn der Jugendlichen. Und er wies auf bedenkliche Entwicklungen und Gefährdungen in der Pubertät wie beispielsweise Essstörungen, Depressionen, Schulverweigerung, Kriminalität, Gewalttätigkeit und Vandalismus. Auf die abschließende Frage, wie Eltern mit ihren pubertierenden Kindern umgehen sollten, riet der Sozialarbeiter dazu, mit den Jugendlichen im Dialog zu bleiben und hielt ein Merkblatt über Dinge, die in der Pubertät gut ankommen oder auch unterlassen werden sollten für die Eltern bereit.
Kleine Kurzfilme zum Verhalten Pubertierender veranschaulichten den Vortrag. Vonseiten der Eltern gab es zahlreiche positive Rückmeldungen. Der Schulelternbeirat, die Schulleitung und die ehemalige Schulsozialarbeiterin dankten Naundorf für den aufschlussreichen Vortrag. red