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Von Martin Luther bis Waidmannsheil

Von Martin Luther bis Waidmannsheil

Knapp 400 Sänger und Sängerinnen haben beim elften Sängertag der Verbandsgemeinde Thalfang mitgewirkt. 13 Ensembles präsentierten eine beeindruckende Bandbreite der Chormusik.

Thalfang. Mal ist es andächtig still im Saal, mal wird herzhaft gelacht. Das Repertoire der Chöre ist so facettenreich wie die Sänger und Sängerinnen selbst. Während die einen auf Spaß setzen, wagen sich andere an anspruchsvolle geistliche Stücke beim Sängertag der Verbandsgemeinde (VG). So stimmte der Berglichter Kirchenchor Cäcilia unter Leitung von Andreas Krob mit "Ich wünsche Dir Zeit" und einem festlichen "Der Stern" auf den Abend ein. Die Aktiven des Malborner Kirchenchores St. Briktius beeindruckten mit Dirigent Stefan Mörschbächer und Martin Thömmes am Klavier mit "Verleih uns Frieden gnädiglich" zu Worten von Martin Luther, Musik Felix Mendelssohn.

Völlig andere Töne schlugen der Jugendkirchenchor Happy Singers und der Männergesangverein 1886 Frohsinn Hilscheid an. Während die von Oliver Bölsterling dirigierten Herren ein lustiges Jägerlied schmetterten, sang der Nachwuchs unter Leitung von Christine Schmitz mit sichtlicher Freude "Ich wollte nie erwachsen sein" (Tabaluga) und "We are the world". Den bunten Strauß bereicherten die Sängergemeinschaft 1884 Bäsch und die Kirchenchöre Büdlich und Heidenburg - alle geleitet von Susanne Biwer -, der Projektchor Berglicht (Andreas Krob), der Männergesangverein 1871 Deuselbach (Michel Müller), der Gemischte Chor Gielert (Liane Marx), der evangelische Kirchenchor Thalfang (Oliver Bölsterling) und der gemeinsame Auftritt der Männergesangvereine Dhron und Horath (Stefan Mörschbächer).

Sängertag als Chance



Edith Reusch, Vorsitzende des Gastgeberchores, sieht den Sängertag als Chance, Mitglieder zu gewinnen. Die Chöre plagten "ernstliche Nachwuchssorgen". Sie hofft, dass der "Untergang" dieser Tradition abgewendet werden kann. Bürgermeister Hans-Dieter Dellwo wünschte sich, dass das Singen seine frühere große Priorität wiedererlangt. Das Singen in der Gemeinschaft sollte aber vor allem Spaß machen, mahnte Chorleiter Andreas Krob. Aus dem Dirigieren dürfe kein Diktieren werden. Gleichzeitig bedauerte er, dass Gesang in den Medien nur mehr dafür da sei, "dem Kommerz zu dienen". Nicht Sänger im Rampenlicht sicherten die Tradition, sondern die Beständigkeit der regelmäßig zu den Proben erscheinenden Aktiven. urs

Ehrungen:

Im Namen des Kreis-Chorverbandes zeichneten der stellvertretende Kreischorleiter Stefan Mörschbächer und Pressereferent Marcus Heintel langjährige Aktive mit Urkunden und Ehrennadeln aus. Geehrt für 50 Jahre Singen wurden Rolf Kube (Deuselbach) und Gustav Pfeiffer (Gielert), für 40 Jahre Gerhard Klein (Deuselbach). Für 25 Jahre Vorstandsarbeit zeichneten sie Bruno Büchsenschütz, Dieter Marx und Gerdi Seibel aus Bäsch sowie Günther Thörnich (Gielert) aus. Durch den Abend führte Sabine Thösen - wie die Helfer vor und hinter der Theke aus Berglicht. urs