Von Mensch zu Mensch

DIERSCHEID. (red) 55 Mehrfachspender ehrte Vorsitzender Peter Zenner vom Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes Dierscheid. Klaus Karls aus Hetzerath spendete 100 Mal. Der Referent des Blutsprendedienstes des DRK, Jörg Hans-Mühlenhoff, erläuterte den Kreislauf des gespendeten Blutes bis zum Endverbraucher.

"Einfach danke sagen für die regelmäßige Bereitschaft, sein eigenes Blut für andere zur Verfügung zu stellen." Das ist für Peter Zenner, den Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins Dierscheid im zweijährigen Rhythmus "ein Muss" wie er sagt. 18 Spender wurden geehrt, für 25 Mal, zehn für 40 Mal, jeweils neun Spender für 50 Mal beziehungsweise 60 Mal, sieben für 75-maliges Spenden. Die stolze Zahl 100 erreichte Klaus Karls. Nach seiner Ehrung bedankte sich Karls bei den Rotkreuzhelfern: "Das Spenden macht mir Freude. Ich treffe an den Spenderabenden, alte Bekannte und nicht nur die Organisation, sondern auch die Stimmung stimmt."Schafe waren die ersten Blutspender

Hans Jörg Mühlenhoff, Referent des Blutspendedienstes, zeigte die Entwicklung der Blutübertragungen auf. William Harvey hatte 1628 den Blutkreislauf entdeckt. Vor allem das Schaf diente zuerst dem Menschen als Blutspender. "66 Prozent der Menschen starben dabei", so Mühlenhoff. Ab 1825 kam erstmals das Blut vom Menschen, wobei Spender und Empfänger unmittelbar nebeneinander lagen. Die Hälfte der Menschen musste damals immer noch sterben, bis Karl Landsteiner 1901 die Blutgruppen entdeckte. Erst als Landsteiner 40 Jahre später den Rhesus-Faktor entdeckte, konnte das Blut in seine Bestandteile zerlegt und konserviert werden und somit mehreren Patienten helfen. Nach 1953 wurde in Rheinland-Pfalz, im Mutterhaus der Barromäerinnen, der erste DRK-Blutspendedienst eingerichtet. Heute gibt es in der Bundesrepublik zwölf überregionale Blutspendedienste. Bei 30 000 Blutspendeaktionen werden drei Millionen Blutkonserven jährlich gesammelt für einen täglichen Bedarf von 157 000 Konserven. Mühlenhoff wies auf den steigenden Bedarf an Blut hin. Die Hälfte aller Spenden werden für Krebs-, Herz- sowie Magen- und Darmoperationen benötigt. "Noch in der Nacht nach der Spendeaktion gehen für die doppelte Untersuchung die Teströhrchen per Kurier nach Frankfurt und Hagen. Bis am frühen Morgen ist die Konserve in seine Blutbestandteile zerlegt. Sobald die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen, können die gelagerten Konserven frei geschaltet und an die Krankenhäuser abgegeben werden", so der von Jörg Mühlenhoff skizzierte Weg des Blutes vom Spender bis zur Auslieferung.Klaus Karls spendete 100 Mal

Namen der Blutspender: 25 Mal: Petra Grümewald (Klüsserath), Stefan Karls (Hetzerath), Norbert Kröger (Hetzerath), Stefan Kraff (Dierscheid), Georg Krames (Rivenich), Hans-Dieter Lafos (Sehlem), Daniel Pape (Hetzerath), Jürgen Reichert (Rivenich), Marco Rosch (Leiwen), Uwe Ruhnau (Esch), Marco Steffgen (Sehlem), Cäcilia Thiel (Sehlem), Ralf Thielges (Hetzerath), Frank Thörnig (Dierscheid), Elke Tzscheutschler (Dierscheid), Heike Weber (Klüsserath), Helmut Weyer (Hetzerath) 40 Mal: Ottmar Feider (Dierscheid), Rudolf Klar (Esch), Stefan Klar (Esch), Matthias Krames (Hetzerath), Mechthild Pull (Naurath), Paul Reh (Bekond), Heike Reitz (Hetzerath), Hildegard Ritsche (Hetzerath), Christoph Schuh (Hetzerath), Ursula Tzscheutschler (Föhren), 50 Mal: Josef Ewertz (Hetzerath), Jürgen Follmann (Hetzerath), Heinz-Josef Hoffmann (Klausen), Maria Justen (Klausen), Margret Kemmer (Naurath), Elmar Kraff (Rivenich), Dietmar Kümmel (Hetzerath), Hannelore Monzel (Hetzerath), Frank reitz (Hetzerath) 60 Mal: Brigitte Ludwig (Gladbach), Erwin Welter (Klüsserath), Josef Werner (Hetzerath), Josef Hoffmann (Heidweiler), Günther Kettern (Rivenich), Rainer Berberich (Hetzerath), Dagmar Hoffmann (Klausen), Walter Wagner (Rivenich), Peter Zenner (Dierscheid), 75 Mal: Armin Leitz, (Hetzerath), Wolfgang Kall (Hetzerath), Rudolf Henning (Hetzerath), Gottlieb Jeutter (Sehlem), Robert Lex (Rivenich), Walter Thul (Hetzerath), Andrea Tonner (Naurath), 100 Mal: Klaus Karls (Hetzerath)

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