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"Von Panikmache kann nicht die Rede sein"

"Von Panikmache kann nicht die Rede sein"

Die Freien Wähler (FWG) in der VG Thalfang und Neunkirchens Ortsbürgermeister Richard Pestemer wehren sich gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit der Sanierung der regionalen Schule und der Fotovoltaik-Nutzung in der Verbandsgemeinde.

Thalfang/Neunkirchen. (red) "Von Panikmache sowie von aussichtslosen Klagen vor Verwaltungsgericht auf Seiten der FWG und meiner Person kann keine Rede sein", sagt Richard Pestemer, FWG-Fraktionschef im VG-Rat Thalfang und Ortsbürgermeister von Neunkirchen. Er reagiert damit auf öffentliche Kritik am Verhalten seiner Gruppierung im Zusammenhang mit der Sanierung der Regionalen Schule in Thalfang und dem Bau einer Fotovoltaikanlage in Deuselbach."In der VG fehlt ein Gesamtkonzept"

Konstruktiv habe die FWG- Fraktion beantragt, dass vor der Sanierung der Regionalen Schule diese auf alle möglicherweise gesundheitsgefährdenden Schadstoffquellen und Sicherheitsmängel untersucht werden soll, betont er. Der 1996 angefertigte PCB-Untersuchungsbericht habe seinerzeit in der Regionalen Schule erhebliche PCB-Belastungen, die krebserregend sein können, festgestellt und vorgeschlagen, im Falle der Sanierung alle möglichen gesundheitsgefährdenden Schadstoffquellen aufzudecken und zu beseitigen. Dieser Untersuchungsbericht werde jedoch von Bürgermeister Dellwo unter Verschluss gehalten. Zudem habe die FWG-Fraktion versucht, mit der von ihr angestrebten einstweiligen Anordnung, im VG-Rat einen Antrag einzubringen, in dem der Bürgermeister aufgefordert wird, das bisherige Vergabeverfahren Sanierung Regionale Schule auf die Rechtmäßigkeit hin überprüfen zu lassen.Auch den Vorwurf, dass sich die FWG-Fraktion gegen den Ausbau von Fotovoltaik in Deuselbach ausspreche, weist Pestemer zurück. "Wir haben uns gegen die Vernutzung von besten landwirtschaftlichen Flächen beim Aufstellen von Fotovoltaik-Modulen in erster Linie zu Gunsten von privaten Investoren ausgesprochen. Unserer Meinung nach gehören solche Anlagen für Stromerzeugung und Solaranlagen für Wärmeerzeugung vorrangig auf Dächer, insbesondere von öffentlichen Gebäuden, wo alle Steuerzahler etwas davon hätten", erklärt der FWG-Mann. Dazu aber fehle in der VG ein Gesamtkonzept. Richtig sei hingegen, dass ersich in der Vergangenheit vor Gericht für den Ausbau von regenerativen Energien eingesetzt habe. Sein Anteil habe sich dabei auf die Unterstützung seines Amtsvorgängers als Ortsbürgermeister von Neunkirchen beschränkt. Ziel sei gewesen, für Neunkirchen den Bau von Windkraftanlagen zu erreichen, was ökologisch sinnvoll sei und zudem Einnahmequellen erschlossen hätte.