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Dorfserie: Von Straßenarbeiten und Bürgerhäusern

Dorfserie : Von Straßenarbeiten und Bürgerhäusern

In Hinzerath arbeiten die Dorfbewohner derzeit am Gemeindehaus, das umfangreich saniert wird. Die Wederather haben dies zwar hinter sich. Aber noch ist nicht alles fertig.

() Eine Großbaustelle ist bereits eine Herausforderung für ein Dorf wie Hinzerath. Doch hat der Ortsteil der Einheitsgemeinde Morbach gleich zwei Großprojekte, die die Einwohner laut Ortsvorsteher Hermann Moseler das ganze Jahr begleiten. Zum einen sind es die Arbeiten an der L 159, die in der gesamten Ortslage in mehreren Bauabschnitten neu asphaltiert wird. Dabei werden eine Bushaltestelle komplett erneuert sowie mehrere Fahrbahnteiler angelegt, um die Sicherheit für die Fußgänger zu erhöhen. Aus diesem Grund wird auch die Fahrbahn schmäler gestaltet als in der Vergangenheit. Oft haben sich durchfahrende Autos nicht an das geltende Tempolimit von 50 Stundenkilometern gehalten. Zudem werden Bürgersteige neu angelegt und Wasserleitungen sowie Abwasserkanäle erneuert. Das zweite Projekt ist das Bürgerhaus, wo die Sanierung begonnen hat. Das Gebäude wird für eine halbe Million Euro von Grund auf modernisiert. Dämmarbeiten, ein behindertengerechtes WC sowie eine Rampe für Rollstuhlfahrer, Duschen für Sportler, ein neues Dach – das sind nur einige der Arbeiten, die gemacht werden. Derzeit entfernen freiwillige Helfer aus Hinzerath Decken, Zwischenwände und Holzböden. „Bis März sollen die Eigenleistungen erledigt sein“, sagt Moseler. Im Frühjahr sollen dann die Ausschreibungen erfolgen. Zudem soll im ersten Halbjahr das Haus Hochscheider Straße 3 abgerissen werden. „Ich bin froh, dass alles begonnen wird“, sagt er. Die Arbeiten haben auch Auswirkungen an das Vereinsleben: Die Hinzerather Vereine, die gemeinsam die Fastnacht ausrichten, hätten entschieden, sowohl den Bunten Abend als auch den Umzug ausfallen zu lassen (der TV berichtete), sagt der Ortsvorsteher.

In Wederath liegt für 2019 hingegen wenig an, so Ortsvorsteher Dieter Blatt. Was angegangen werden müsse sei die alte Mühle im Dorf, die noch funktionsfähig ist. Fenster und Dachrinne müssten erneuert werden. Nach Fastnacht will er eventuell auch die obere Etage des Gemeindehauses angehen. 2017 war es nach umfangreichen Sanierungsarbeiten, die etwa 560 000 Euro verschlungen haben, wieder in Betrieb genommen worden.