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Von Wittlich auf die große Bühne: Jonathan Zelter will in ZDF-Show Newcomer des Jahres werden

Wittlich. Am Samstagabend steht Jonathan Zelter auf der ganz großen Bühne: In der ZDF-Show „Willkommen bei Carmen Nebel“ wird der „Newcomer des Jahres“ gewählt. Ins Finaler hat es der gebürtige Wittlicher schon geschafft. Im TV-Interview erzählt der Musiker auch von seinen Anfängen und der Heimat. Sonja Sünnen

"Sei immer du selbst" heißt das erste Album, von Jonathan Zelter, das Ende Mai zu haben ist. Der Titel ist für den jungen Wittlicher Jonathan Zelter typisch: Der 21-Jährige ist nicht nur in der Kreisstadt bekannt, in der er schon als Junge mit dem Akkordeon auf vielen Festen sang. Seine deutschsprachigen Schlager schreibt er selbst, er wirkt stets uneitel und authentisch.

Mit seinem Können hat er es ins Finale der ZDF-Show "Willkommen bei Carmen Nebel" geschafft. Sein Ziel: Am Samstagabend ab 20.15 Uhr zum "Newcomer des Jahres" gewählt zu werden. Mit dem Sänger und Musiker sprach TV-Redakteurin Sonja Sünnen.

Sie sind bei Willkommen bei Carmen Nebel dabei, wollen Newcomer des Jahres werden. Immerhin sind Sie schon im Finale, Glückwunsch! Wie sieht es denn aus mit Lampenfieber?
Jonathan Zelter: Im Augenblick geht's noch. Aber so wie ich mich kenne, wird sich das spätestens am Samstag-Nachmittag ändern...

Haben Sie ein Maskottchen, ein Ritual, etwas, das Ihnen in solchen Situationen Nervenstärke und Glück bringen kann?
Zelter: Ja, mich begleitet immer ein Schlüsselanhänger - ein Geschenk meiner Eltern. Und bei meiner Album-Präsentation am Mittwoch ist noch ein weiterer Talisman dazu gekommen, extra für die Carmen-Nebel-Show, eine Freundin hat ihn mir ein rotes Holzherz mitgebracht.

Gerade haben Sie einen Vertrag unterzeichnet: Was bedeutet das für Sie, und welche Folgen hat das nun?
Zelter: Dass ich mit Electrola/Universal zur Veröffentlichung meines ersten Albums "Sei immer du selbst" einen starken Partner an meiner Seite habe. Ab 27. Mai kann man meine CD überall im Handel bestellen und kaufen.

Was machen Sie eigentlich heute noch? Wo sind Sie überhaupt gerade, und wie sieht Ihr Tag nun aus?
Zelter: Ich sitze gerade im Hotelzimmer, heute hatte ich eine Probe für meinen TV-Auftritt am Samstag und meine Managerin und ich sind auch kurz vor Mitternacht noch fleißig dabei, unsere E-Mails und Facebook-Nachtichten zu beantworten. Jeden Tag geht es einen Schritt weiter … eine spannende Zeit! Gerade erst kam die Zusage, dass ich am 27. Mai beim Ladenburger Musikfestival dabei sein werde! Ich freue mich mit meiner Band auf der selben Bühne wie Laith Al-Deen, Johannes Oerding und Nena spielen zu dürfen. Dass sich für mich als Newcomer solche Türen öffnen, hätte ich vor einem Jahr, bei meiner Single-Release-Konzert im Haus der Jugend in Wittlich noch nicht für möglich gehalten!

Wann waren Sie zuletzt daheim in Wittlich, und was bedeutet die Heimat für Sie? Hier haben Sie ja viele Fans…
Zelter: Ein Besuch Zuhause ist jedes Mal wie ein Kurzurlaub - mein Ruhepol! Ich bin gerne hier, bei meiner Familie und meinen Freuden! Ich habe mich deshalb auch wahnsinnig gefreut, dass am Mittwoch ein vollbesetzter Bus aus Wittlich nach Mannheim zu meinem Konzert im Capitol gefahren ist. Das hat mir an diesem besonderen Tag richtig gut getan und Rückenwind gegeben.

Ihre Auftritte etwa als Junge beim Siedlerfest in Wittlich und so weiter: Was haben Sie da vielleicht gelernt, was heute noch wichtig sein kann?
Zelter: Dass es nicht darauf ankommt, vor wie vielen Leuten man auftritt, sondern dass man die Zuhörer erreicht. Schon als Kind hab ich mich immer gefreut, wenn das Publikum bei meinen Auftritten mitgegangen ist. Das ist heute nicht anders!

Ihr neues Album kommt ja bald raus: Was genau haben Sie da noch "selbst" gemacht, was ist Ihnen weiter wichtig als Künstler?
Zelter: Ich hab alles Songs geschrieben, mit meinem Produzenten im Studio aufgenommen … egal ob Booklet-Gestaltung, Video-Produktion oder Konzertplanung, es ist mir wichtig, dass ich alles mit organisiere und begleitete. Denn nur dann ist alles genau so, wie ich es mir vorstelle!

Es gibt ja die Sendung "Sing meinen Song": Welchen Song eines anderen Musikers würden Sie dort gerne singen, wer könnte welchen Ihrer Songs singen?
Zelter: Silly finde ich zum Beispiel richtig gut! Einen Song mit ihnen zu singen oder zu tauschen wäre mir eine Ehre! … Ich würde ihnen sofort mein Album schicken, und die Nummer dürften sie sich aussuchen.

Was denken Sie: Was ist typisch für Ihre Musik?
Zelter: Täglich erreichen mich auf Facebook, oder ganz oldschool per Post viele tolle Nachrichten. Gerade eben habe ich gelesen: "Dein erster Ton hat mich total abgeholt, so gefühlvoll und vor allem sind deine Texte mit Sinn." Jemand anderes hat mir heute geschrieben: "Danke für diesen wunderschönen Song: Ein Teil von meinem Herzen. Diese Zeilen haben genau das ausgedrückt, was ich meinem Freund immer sagen wollte!" Ein schöneres Feedback kann man sich wohl kaum wünschen.

Was ist für Sie so wichtig, dass es unverhandelbar ist, etwas was Sie nicht aufgeben oder machen würden, um Erfolg zu haben?
Zelter: Ich mache nur das, hinter dem ich auch aus voller Überzeugung stehe. Aus diesem Gedanken heraus ist auch "Sei immer du selbst" entstanden.

Viele Wittlicher werden sicher am Samstagabend einschalten. Sie könnten sie jetzt grüßen.
Zelter: Das würde mich natürlich riesig freuen! Und wenn dann noch alle ihr Telefon griffbereit halten und während der Sendung für mich anrufen würdet … "Wittlich, ich zähl' auf euch!"