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Vor allem für den Stadtteil Kues gilt: Die Rettungswege müssen frei bleiben.

Verkehr : Für Falschparker gibt es beim Weinfest keine Gnade

Vor allem für den Stadtteil Kues gilt: Die Rettungswege müssen frei bleiben. Auch in den Weinbergswegen darf nicht geparkt werden.

Parkraum: In Bernkastel-Kues ist das allein wegen der topografischen Lage des touristisch attraktiven Stadtteils Bernkastel ein wichtiges Wort. Es polarisiert aber auch wie die Diskussionen über Anwohnerparken und ganz aktuell die Parkplatzmarkierung in Kues zeigen (der TV berichtete). Am Weinfest der Mittelmosel, das am Donnerstag beginnt, spitzt sich die Situation dann immer zu – besonders am Weinfestsamstag aber auch am Sonntag.

Dann werden gnadenlos Einfahrten und Ausfahrten zugeparkt. Problematisch wird es vor allem in Kues, wo oft nicht gewährleistet ist, dass Feuerwehrfahrzeuge und Busse um die Ecke kommen.

An diesen tollen Tagen gelten daher in der Stadt Bernkastel-Kues besondere Parkgesetze. „Wer sich an die ausgeschilderten Parkmöglichkeiten hält, der kann das Fest ohne Stress und Knöllchen genießen“, sagt Axel Schmitt, Leiter des Ordnungsamtes der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues.

Ungemach droht allerdings denen, die sich nicht daran halten. Axel Schmitt: „Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in diesem Jahr konsequent alle Fahrzeuge abgeschleppt werden, die durch ihr ordnungswidriges Parken die Durchfahrt für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge behindern oder blockieren.“

Und weiter: „Das Wildparken hat sich in den vergangenen Jahren in der gesamten Stadt leider verschärft, so dass hier in vielen Bereichen die Durchfahrt für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge, Insbesondere die Großfahrzeuge der Feuerwehr,  benötigen für ein zügiges Durchkommen eine Mindestbreite von 3,05 Metern. Zudem muss bei den engen Straßenverhältnissen der jeweilige Einmündungsbereich mindestens fünf Meter freigehalten werden, damit die Fahrzeuge dort zügig einbiegen und ausfahren können.

Mit drei Personen besetzte Streifen werden, so der Ordnungshüter, speziell ab Samstagnachmittag ständig kontrollieren, ob die Rettungswege frei sind. Zwei Abschleppwagen stünden bereit, um Fahrzeuge zu entfernen.

Wer sein Gefährt nicht wiederfinde, könnne sich bei der Polizei über den neuen Standort erkundigen. Und auf den Suchenden kommen auch Kosten von etwa 200 Euro zu.

Wo kann denn geparkt werden? Am Samstag und Sonntag auf dem Kueser Werth beim Campingplatz (3000 Plätze) und am Schulzentrum in Kues. Samstagsabends nach Geschäftsschluss besteht zusätzlich die Möglichkeit, das Auto auf den Parkplätzen der Firmen Aldi-, Lidl- und Rossmann abzustellen. Sonntags sind diese drei Parkflächen den ganzen Tag geöffnet. Bei der Sparkasse, dem Finanzamt und der Deutschen Bank bestehen samstags und sonntags weitere Parkmöglichkeiten und natürlich im Altstadtparkhaus in der Cusanusstraße.

Einen kostenpflichtigen Shuttlebus ab Kueser Hafen, Rummelplatz/Moselufer, Brückenkopf Kues, RWE (Aldi Kreisel), Schulzentrum, Gewerbegebiet Kues gibt es am Samstag von 15 bis 19 Uhr und von 22 bis 2 Uhr sowie am Sonntag von 16.30 bis 21 Uhr. Zusätzlich wird ein Transfer durch die lokale Personenschifffahrt ab der Anlegestelle am Kueser Hafen vor und nach den Hauptveranstaltungen angeboten.

Am besten reisen die Besucher aus der Region allerdings mit Bussen an. Es gibt Sonderfahrten und Sonderlinien. Die Fahrpläne sind unter www.bernkastel.de. zu finden.

Beliebt ist auch das Parken auf Weinbergswegen oberhalb von Kues und in den Randbereichen der Wohngebiete. Die Weinbergswege seien keine öffentlichen Straßen, sagt Schmitt. Sie könnten aber auch Rettungsfahrzeugen als Ausweichstrecke dienen und müssten deshalb frei bleiben.

Mit diesen Weinfestgesetzen rennt Schmitt bei Thomas Edringer, dem Wehrleiter der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, offene Türen ein. „Die Sicherheit der Bürger darf nicht auf Kosten der Falschparker gehen“, sagt er. Die großen Feuerwehrautos hätten eine besonderen Radius.

Die Feuerwehr ist am Weinfest auch im Großeinsatz. Insgesamt 140 Personen aus vielen der 28 Wehren der Verbandsgemeinde werden, so Edringer, am Samstag und Sonntag aktiv sein – vor allem rund um das Feuerwerk am Samstagabend und den Umuzug am Sonntagnachmittag.

Beim Feuerwerk werden unter anderem an verschiedenen Orten Feuwehrfahrzeuge nebst dazugehörenden Mannschaften stehen. Sogar aus Wittlich kommt dabei Hilfe. Feuerwehrleute helfen der Polizei bei der Verkehrsleitung und sind als Begleiter beim großen Festzug dabei.