1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Vorbereitungen für Neubau des Kindergartens Rappelkiste in Traben-Trarbach

Infrastruktur : 300.000 Euro für eine Übergangslösung

Der Architekt hat im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Traben-Trarbach die Pläne vorgestellt, um die ehemalige Hauptschule für einen Umzug der Kita Rappelkiste umzubauen.

Die Vorbereitungen zum Neubau des Kindergartens Rappelkiste in Traben-Trarbach gehen in die nächste Etappe. Während der Zeit der Arbeiten müssen die derzeit 97 Kinder in fünf Gruppen und ihre Erzieher in Räume der ehemaligen Hauptschule ausweichen. Doch diese müssen dafür erst einmal hergerichtet werden.

Architekt Bernd Bauer hat in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Traben-Trarbach die Pläne für den Umbau der bisherigen Schulklassen vorgestellt. So müssen Ruheräume geschaffen und eingerichtet, ein Büro für die Leiterin und Personalräume zur Verfügung gestellt werden.

Ein bisheriger Abstellraum soll zur Kindertoilette umgebaut werden. Eine ehemalige Toilettenanlage für Jungen und Mädchen wird ebenfalls zum Kita-WC, aber auch zum Wickelraum und zur Personaltoilette.

Hinzu kommen die Abtrennung und Absicherung des Schulhofes für die Kinder der Kita zur Schule hin. Spielgeräte der Kita Rappelkiste müssen abgebaut, am provisorischen Standort wieder montiert und mit Fallschutz versehen werden. Hinzu kommen eine neue Kinderwagen-Garage und eine neue „Rädchen-Garage“, sagt Bauer. Der bisherige Aufenthaltsraum soll künftig als Ausgabeküche genutzt werden.

Weiterhin wird wegen Brandschutzmaßnahmen der Austausch von Türen notwendig. Und auch die Straße „Am Veitsgraben“ wird geöffnet, um die Verkehrssituation zu entlasten. Die Kosten für die Arbeiten, um die Schulräume und die Außenanlagen für einen Kitabetrieb herzurichten, gibt Bauer mit 304.000 Euro an.

Die Arbeiten können im Februar ausgeschrieben und im Mai begonnen werden, sagt er. Handwerker seien zu bekommen, versichert Bauer auf die Frage von Ausschussmitglied Gerhard Lettl. Er sagt: „Das bekommen wir hin.“

„Trotz dieser hohen Kosten für den Umbau führt offenbar kein Weg daran vorbei. Die Arbeiten seien das Minimum, um für die Kita in den provisorischen Räumen eine Betriebserlaubnis zu bekommen“, sagte Beigeordneter Hajo Weinmann. Und: „Das ist kein Luxus. Wir müssen die Mindeststandards einhalten.“

Die Schule ziehe sich in andere Bereiche des Gebäudes zurück. Miete muss die Stadt für die Räume nicht zahlen, sagt er auf Nachfrage Lettls. Lediglich die Betriebskosten müsse die Stadt tragen, ergänzt Stadtbürgermeister Patrice Langer.

Weinmann hatte zu Beginn der Vorstellung noch einmal die Notwendigkeit eines Neubaus für die Kita Rappelkiste deutlich gemacht. Seit sechs Jahren werde über die Frage diskutiert, ob eine Renovierung ausreiche oder ein Neubau notwendig sei. Eine Sanierung des bisherigen Gebäudes sei ein schwieriges Unterfangen. Der Keller sei weiterhin feucht, und auch nach einer Sanierung säße man immer noch in einem Altbau.

Die Ausschussmitglieder haben den Plänen des Architekten, um das Schulgebäude Kita-fähig umzubauen, einstimmig zugestimmt.