Vorgezogenes Weihnachtsgeschenk

LIESER. Den fleißigen Bauarbeitern sei Dank. Der Zeitrahmen für die Erneuerung der L 47 zwischen Lieser und Kues ist eingehalten worden.

Für viele Menschen ist es ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. In den Nachmittagsstunden des heutigen Freitags wird die L 47 zwischen Lieser und Kues wieder befahrbar sein. Wer einige Monaten zurückdenkt, wird dies eher ungläubig zur Kenntnis nehmen - besonders, wenn er sich das damalige Bild vor Augen ruft und gleichzeitig die neue Strecke sieht. In den dreieinhalb Monaten hat sich unglaublich viel getan! Freuen werden sich in erster Linie die vielen Autofahrer, die wegen der Vollsperrung auf die andere Moselseite ausweichen mussten und auch schon mal im Stau standen. Freuen werden sich die Andeler, dass sie diesen zusätzlichen Verkehr nun nicht weiter ertragen müssen. Freuen werden sich vor allem die Lieserer Geschäftsleute. Die leben in starkem Maße vom Durchgangsverkehr, und von dem waren sie seit Anfang September abgekoppelt. Ursprünglich war die Vollsperrung auf einen längeren Zeitraum angelegt. Proteste der Geschäftsleute sorgten dafür, dass die Sperrung auf gut drei Monate verkürzt wurde (der TVberichtete). Und die Bauarbeiter sorgten dafür, dass diese Pläne auch eingehalten wurden. "Die haben richtig geklotzt, haben auch samstags gearbeitet. Teilweise waren drei Kolonnen im Einsatz", berichtet Walter Klink, Leiter der Straßenmeisterei Lieser. Immerhin ist die Fahrbahn auf einer Länge von 1,2 Kilometern erneuert worden. Am Ortseingang Lieser verläuft sie auf einer anderen Trasse. Neu ist auch eine zwei Meter breite Mehrzweckspur. Auf einer Länge von 250 Metern wurden zudem Weinbergsmauern mit einer Höhe von zwei bis sechs Metern errichtet. Insgesamt sind nach Auskunft von Walter Klink 20 000 Kubikmeter Erde bewegt worden. Ganz fertig ist die Fahrbahn noch nicht. Die Deckschicht wird erst im Frühjahr kommenden Jahres aufgebracht. Dann wird die Strecke noch einmal für ein paar Tage gesperrt. Es fehlen auch noch die Leitplanken und die Fahrbahnmarkierungen. Auch deshalb gilt erst einmal eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Kilometer pro Stunde. Warnbaken werden die Verkehrsteilnehmer darauf hinweisen, dass sie sich noch auf etwas unsicherem Terrain bewegen. Froh sind auch die Beamten der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues. Jeden Morgen regelten Polizisten auf der anderen Moselseite am Westportal des Burgbergtunnels den Verkehr. Eine Zusatzbelastung für die Beamten, die normalerweise gerade in den Morgenstunden vielfach andere Einsatzorte haben. Teilweise opferten sie sogar ihre Freizeit, um den Verkehrsfluss aufrecht zu halten.

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