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Vorplanungen für Landscheider Gewerbegebiet sind in vollem Gange

Wirtschaft : Landscheider Gewerbegebiet wird deutlich wachsen

Landscheider Ratsmitgliedern gehen die Planungen nicht schnell genug. Kosten sind noch unklar.

Das Gewerbegebiet in Landscheid soll größer werden. Darin ist sich der Gemeinderat einig. Die Vorplanungen sind momentan im Gange. In der jüngsten Gemeinderatssitzung sind die ersten Bewertungen Richtung Umweltschutz und Einteilung des Gebiets, das an das bestehende Areal anschließen soll, vorgestellt worden. Aktuell hat das Gewerbegebiet Landscheid, das an der A 60 liegt, eine Fläche von neun Hektar. Dazu kommen sollen noch einmal 18 Hektar Gesamtfläche. In der Präsentation des Planungsbüros wurden sechs Teilflächen gezeigt, bei denen eine gewerbliche Nutzung möglich wäre.

Da aber nicht klar ist, wie viel Platz gebraucht wird und welche neuen Gewerbe sich vielleicht ansiedeln wollen, ist es schwierig, im Vorfeld zu entscheiden, ob alle Teilflächen mit in die Erweiterung kommen sollen oder nicht. Auch der Lärm ist ein wichtiges Kriterium. Denn der Abstand zur Wohnbebauung  muss berücksichtigt werden. Das Planungsbüro hatte verschiedene Varianten ausgearbeitet, bei einer ging es um eine Kernerschließung, bei der man anschließend die Grundstücke einteilen kann. Bei einer weiteren war eine Überlegung, den hinteren Bereich, also weiter weg von der Wohnbebauung, Richtung Autobahn verstärkt zu nutzen.

Ein Gutachten zum Lärmschutz, das bereits vorliegt, sagt klar aus, dass in diesem Bereich etwas getan werden müsse, weil vor allem in der Nacht die Werte zu hoch  sein könnten, wenn die Betriebe ihre Maschinen voll auslasten würden.

Damit die Planungen zügig weitergehen können, hat der Gemeinderat zwei der Teilflächen gestrichen, weil dort die Eigentumsverhältnisse schwierig seien. Jetzt bleiben noch 16 Hektar insgesamt und 5,7 Hektar Baufläche übrig. Bis zu sieben Betriebe haben Interesse an Flächen angemeldet. Dabei muss sich die Gemeinde auch mit Binsfeld abstimmen, wegen des Raumordnungsplans.

In den nächsten Schritten wird dann ein Erschließungsplaner hinzukommen, damit die Themen Entwässerung und Straßenbau miteinfließen. Einigen Ratsmitgliedern gehen die Planungen nicht schnell genug voran, zudem gibt es noch keine Kostenschätzungen. Das Planungsverfahren  könnte in einem Dreivierteljahr abgeschlossen sein, wenn alle erforderlichen Unterlagen vorlägen, sagten Vertreter der Verbandsgemeindeverwaltung Wittlich-Land.

Die Verbandsgemeinde will nun für die nächste Sitzung die Beschlussvorlagen vorbereiten, damit die  Erschließungsplanung zügig auf den Weg gebracht werden kann.

Ortsbürgermeister Michael Comes ist das Gewerbegebiet für seine Mehrortsgemeinde sehr wichtig. Er sagt: „Man stellt sich zukunftsorientiert auf, damit Arbeitsplätze vor Ort sind und Familien hierherziehen und bleiben. Zudem verbessert sich die Infrastruktur insgesamt.“