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Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Thalfang Horst Huber stirbt mit 81

Nachruf : Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Thalfang Horst Huber stirbt mit 81 Jahren

Im Alter von 81 Jahren stirbt der langjährige Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Thalfang.

Die Thalfanger trauern um Horst Hubert, einen leidenschaftlichen Sozialdemokraten und politisch und in zahlreichen Ehrenämtern äußerst engagierten Menschen, der am vergangenen Montag, 14. Dezember, im Alter von 81 Jahren starb. Der gebürtige Simmerner (Rhein-Hunsrück-Kreis) hat in seinem Wohnort Thalfang und weit darüber hinaus Spuren hinterlassen. Der Vater von vier Kindern engagierte sich seit 1969 als Mitglied im Ortsgemeinderat Thalfang, im Verbandsgemeinderat Thalfang am Erbeskopf und im Kreistag Bernkastel-Wittlich. Daneben zeigte er als Vorsitzender des Ortskartells Thalfang des DGB auch gewerkschaftliches Engagement. Fast 40 Jahre lang war er Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, wurde anschließend zum Ehrenvorsitzenden ernannt, war stellvertretender Schiedsmann und bekleidete viele weitere Ehrenämter. Von 1981 bis 2002 war er hauptamtlicher Geschäftsführer der SPD in der Region Trier.

Ein besonderes Anliegen waren ihm Völkerverständigung und Partnerschaften. Von 1970 bis zu seinem Tod war er in der deutsch-französischen Partnerschaft Thalfang mit der Gemeinde Villeneuve la Guyard aktiv, die er auch mitbegründet hat. Hubert war ebenfalls Mitgründer und Geschäftsführer der Regionalgruppe Trier der rheinland-pfälzischen Gesellschaft für Ostbeziehungen sowie Gründungsmitglied und langjähriger Schatzmeister der Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf. Für sein langjähriges und vielfältiges Engagement wurde Horst Hubert 2016 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Zuvor hatte er auch die Freiherr-vom-Stein-Plakette, die Ehrennadel und die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz erhalten. Die SPD würdigte ihn 2004 mit der höchsten Ehrung der Partei, der Willy-Brandt-Medaille.

Horst Hubert war ein „außergewöhnlicher Sozialdemokrat, dem wir viel zu verdanken haben“, sagen Bettina Brück, SPD-Kreisvorsitzende, und Rolf Brück, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Thalfang am Erbeskopf. Er habe sein ganzes politisches Wirken zum Wohl der Menschen in der Region investiert und sich mit großer Leidenschaft für Werte wie Völkerverständigung, Freiheit, soziale Gerechtigkeit und Solidarität engagiert. „Er hat sich sein Leben lang für die Menschen eingesetzt, die es nicht leicht hatten und die sozial abgehängt waren“, sagt Bettina Brück, deren Vater Reiner Brörmann ein enger politischer Weggefährte von Horst Hubert war und die ihn seit ihrer Kindheit kennt. In den 40 Jahren seines Vorsitzes des SPD-Ortsvereins Thalfang erlebte dieser „seine größte Blüte“, erinnert sich Bettina Brück. Es habe ihn sehr geschmerzt, dass es in späteren Jahren nicht mehr so populär gewesen sei, Mitglied von Parteien zu sein. Auch seine Hobbies hingen im weiteren Sinne mit seinen politischen Werten zusammen. Er war leidenschaftlicher Amateurfunker und liebte das Reisen, vorzugsweise im eigenen Wohnmobil. Ihn zog es häufig nach Frankreich und Richtung Osten.

Horst Hubert hinterlässt eine Familie, vier Kinder, sechs Enkel, eine Urenkelin und seine Lebensgefährtin. Die Verabschiedung fand im engsten Familienkreis auf dem Friedhof in Thalfang statt.