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Wahl in Traben-Trarbach. Meinung zum Ergebnis

Meinung : Nobler Einsatz und verdienter Wahlsieg

Wahlkampf unter Corona-Bedingungen ist nicht gerade einfach: Großveranstaltungen  waren  in den vergangenen  Monaten  nicht möglich, was es  einem Seiten-Einsteiger nicht gerade einfach macht, überhaupt bekannt zu werden.

Für Jürgen Polka kam noch hinzu, dass er in seiner alten Heimat, die er schon vor vielen Jahren mit Berlin und dann Trier tauschte, kaum bekannt war.

Dennoch hat er in einer „Ochsentour“ in den vergangenen Wochen mühsamen  Straßen-Wahlkampf gemacht, indem er von Haus zu Haus gegangen ist, um für sich zu werben.

Das war ein nobler Einsatz für die Demokratie und kann - gerade unter diesen Umständen - nicht hoch genug anerkannt werden. Vor diesem Hintergrund ist sein Wahlergebnis  durchaus respektabel, da er einen Wahlkampf aus dem buchstäblichen Nichts heraus führen musste.

Marcus Heintel hingegen konnte aus dem Amt heraus Wahlkampf machen, da er ohnehin bekannt und beliebt ist.  Die hohen Sympathiewerte hat er sich mit seiner besonnenen Art in den vergangenen Jahren hart erarbeitet. Schließlich galt es 2014 die Verbandsgemeinden Kröv-Bausendorf und Traben-Trarbach zu einer Verwaltungseinheit zusammenzuführen. Diese Aufgabe hat er weitestgehend geräuschlos und ohne nach außen dringende Reibereien gemeistert: Ein verdienter Wahlsieg.

In den nächsten acht Jahren wird er sich aufs Neue beweisen müssen, denn jetzt gilt es, die Verbandsgemeinde zu konsolidieren und ihre Wirtschaftskraft zu stärken. Diese Aufgabe wird nicht einfach werden, da man angesichts der jüngsten Ereignisse nicht mehr davon ausgehen kann, dass die Rahmenbedingungen gleich bleiben. Konkret bedeutet das: Man kann nicht  weiterhin auf Fördergelder aus Mainz setzen, sondern es ist gleichermaßen wichtig, die eigenen Steuereinnahmen zu erhöhen. Und das funktioniert nur mit guten Rahmenbedingungen für mittelständische Unternehmen, die es nun auszubauen gilt.

hp.linz@volksfreund.de