Wahrer Künstler

TRABEN-TRARBACH. (red) Unter dem Motto "Kreativität im Dreiklang" hatte das Kirchenweingut in Wolf zu einem besonderen Abend eingeladen. Man hatte sich vorgenommen, in einem ansprechenden Ambiente den bekannten Künstler Johannes Maria Dietz aus Bernkastel einem breiten Publikum vorzustellen.

Viele kamen, um in einem altehrwürdigen Kellergewölbe unter der Wolfer Kirche einen Überblick über das vielfältige Schaffen des Künstlers zu bekommen. Markus Boor begrüßte in seiner Eigenschaft als Pächter des Kirchenguts und als derjenige, der für die geschickte Weinauswahl an diesem Abend verantwortlich war, alle Anwesenden. Richard Allmacher, Gastronom des Hotels zur Goldenen Traube, stellte auf unnachahmliche Art seinen Freund J. M. Dietz vor. Dabei verschwieg er nicht seine Bewunderung für dessen dreifache künstlerische Begabung und für den Mensch J. M. Dietz, der ihm sehr ans Herz gewachsen sei. Theresa Spies, Leiterin der Akademie Kues in Bernkastel-Kues, würdigte in ihrer Laudatio die vielfältige Begabung des Künstlers. Dieser hatte schon als Kind das Klavierspielen erlernt und es dann während eines Musikstudiums in Hamburg und als Pianist in verschiedenen Jazzbands zur Perfektion gebracht. In den 60er Jahren begann er mit der Malerei. Acryl und (von Japan beeinflusste) Tuschezeichnungen sind seitdem seine Lieblingstechniken. Schließlich hat er vor ungefähr zehn Jahren damit begonnen, Kurzgeschichten zu schreiben, von denen die meisten veröffentlicht wurden. Die Gäste, die an diesem Abend bestens von Markus Boor und Richard Allmacher bewirtet wurden, hatten reichlich Gelegenheit, sich von dem dreifachen Talent des Künstlers zu überzeugen. Man wandelte im Kellergewölbe herum (sehr stilvoll die alten Weinfässer aus Eichenholz mit darauf brennenden Kerzen) und betrachtete Bilder des Künstlers, die auch käuflich erworben werden konnten. Währenddessen spielte Dietz Jazzstücke, teils bekannte Evergreens, teils eigene Kompositionen am Klavier. Begleitet wurde er dabei am Schlagzeug von Wolfgang Schneider, der es verstand, auch auf Improvisationen geschickt und gekonnt zu antworten. Schneider, der in mehreren namhaften Ensembles Schlagzeug und Percussion spielt, tritt schon seit einigen Jahren mit Dietz unter dem Namen "Piano und Drums" auf. Eigens aus der Pfalz angereist war Wilfried Schneider; ebenfalls ein Fan der beiden. Zu Beginn der Veranstaltung las er auf Wunsch von Dietz dessen neueste Erzählung vor, die bisher noch nicht veröffentlicht wurde. Das Publikum war begeistert und so war es nur folgerichtig, dass er zu später Stunde noch eine Erzählung mit Lokalkolorit zum Besten gab: Goethe in Traben-Trarbach.