Waidmanns Heil für Becks Gäste

Alle zwei Jahre lädt Ministerpräsident Kurt Beck zur traditionellen Staatsjagd ein. 60 Gäste kamen diesmal ins Forstamt Dhronecken. Vielen von ihnen war das Jagdglück hold.

Forstamtsleiter Hans-Jürger Wagner begrüßt die Gäste der Staatsjagd am Hunsrückhaus und informiert über die Regularien. TV-Foto: Ilse Rosenschild

Hunsrück. (iro) "Es ist eine ganz normale Veranstaltung", versichert e Hans-Jürgen Wagner, Leiter des Forstamts Dhronecken, bei der Begrüßung zur Staatsjagd im Revier Erbeskopf und Hoxel am Hunsrückhaus. Und da hatte er sicher auch Recht, abgesehen von der Tatsache, dass der Gastgeber ein besonderer ist: Ministerpräsident Kurt Beck persönlich. Denn es handelte sich diesmal um eine Staatsjagd, zu der die Staatskanzlei alle zwei Jahre in den verschiedensten Wäldern des Landes einlädt. Kurt Beck rief, und rund 60 Gäste kamen, darunter der Präsident des Landesjagdverbandes, Kurt-Alexander Michael, die Landtagsabgeordneten Michael Billen und Herbert Schneiders aus der Eifel sowie der Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, Bertram Fleck. Fleck hat übrigens erst seit fünf Jahren den Jagdschein, als einziger Landrat in Rheinland-Pfalz. "Aber Spätberufende und Konvertiten sind die schlimmsten", schmunzelte er, während die Jagdhörner erklangen, über sich selbst, während Billen sich über das Wetter freute. Ohne Regen und Wind sei es ideal.Und er sollte Recht behalten. Als um 17 Uhr die Strecke gelegt wurde, stand fest: Ingesamt wurden 44 Stück Wild geschossen, drei Hirsche, 17 Stück Kahlwild (Hirschkühe), 21 Wildschweine und drei Rehe.Michael Billen war das Jagdglück übrigens treu geblieben. "Ich habe eine große Koalition geschossen, ein Stück Rot- und ein Stück Schwarzwild." Und auch der "spätberufene" Landrat freute sich. Er hat immerhin eine "kleine Sau" zur Strecke gebracht.Kurt Beck selbst kam wie Umweltministerin Margit Conrad zum abendlichen Schüsseltreiben, wie das gemeinschaftliche Essen zum Abschluss im Jägerlatein heißt, in Horath hinzu.