Wald bringt Gewinn für Horath

Von Dhronecken nach Büdlich: Der Gemeindewald von Horath gehört nun zum Forstamt in Büdlich, weil sich die Struktur der Reviere verändert hat - Hermeskeil und Dhronecken sind zusammengelegt worden. Der Horather Wald spült mittlerweile Geld in die Gemeindekasse.

Horath. Der neue Chef des Horather Gemeindewaldes ist Peter Meyer. Die Angliederung des Horather Gemeindewaldes an das Forstrevier Büdlicherbrück im Rahmen der Neugliederung der Forstreviere ist inzwischen von allen Gremien bestätigt worden. Damit ist er nun dem Forstzweckverband Büdlich zugeordnet. Revierleiter Peter Meyer erklärte, dass die Ortsgemeinde Horath durch den Beitritt zum Forstzweckverband die bereits jetzt vorhandene Infrastruktur (darunter zum Beispiel Werkzeug und Fahrzeuge) nutzen kann.
Im Falle von erforderlichen Neuanschaffungen würden diese, ähnlich einem Maschinenring, durch die Solidargemeinschaft getragen. Außerdem besteht so der Zugriff auf das Personal des Zweckverbandes. So ist eine flexible Bewirtschaftung des Gemeindewaldes möglich.
Die Forstreviere mussten umstrukturiert werden, weil die alten Forstreviere Hermeskeil und Dhronecken, zu dem Horath gezählt hat, zum Forstamt Hochwald zusammengelegt wurden. Im Rahmen dieser Umstrukturierung wurde Horath Büdlich zugeschlagen. Wie Peter Meyer erklärt, umfasst ein Forstamt in der Regel sechs bis zwölf Reviere. Im Einzugsbereich des neuen Nationalparks Hunsrück-Hochwald gab es vier Forstämter. Diese mussten Flächen an den Nationalpark abgeben, sodass die vier Forstämter zu drei Ämtern verschlankt wurden. Davon war Horath betroffen. Mit dem Zweckverband Büdlich gewinnt Horath einen starken Partner. Zu ihm zählen insgesamt acht Gemeinden: Detzem, Naurath/Wald, Breit, Büdlich, Heidenburg, Schönberg, Berglicht und nun auch Horath. "Das ist ein in Rheinland-Pfalz einmaliger Zweckverband, denn er umfasst Gemeinden aus zwei Landkreisen und drei Verbandsgemeinden: Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, die Verbandsgemeinden Schweich, Hermeskeil und Thalfang," sagt Meyer. Der Zweckverband beschäftigt einen hauptamtlichen Förster, vier Vollzeitkräfte, einen Azubi und sechs Teilzeitkräfte. Damit habe er eine Größe wie die Zweckverbände von Morbach und Trier. Egon Adams, Ortsbürgermeister von Horath, ist mit der Entwicklung zufrieden, wie er dem TV gegenüber erklärt: "1990 gab es große Schäden im Gemeindewald. Aber mittlerweile hat er sich erholt." Die Einnahmen steigen kontinuierlich, so Adams. Im Jahr 2015 konnten so 70 000 Euro Überschuss erzielt werden, der in die Gemeindekasse fließe. "Das ist eine große Einnahmequelle für den Ort, denn Holz wird verstärkt nachgefragt."Extra

Neben der Pflege des Waldes betreut das Forstamt Büdlich auch die Traumschleife "Dhrontal Wackentour", die in Gräfendhron beginnt. Die Brennholzerzeugung wird nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit reguliert. "Es darf grundsätzlich nur so viel Holz geschlagen werden, wie es auch wieder angepflanzt wird", sagt Forstamtschef Peter Meyer. Zum Forstamt zählen auch sogenannte Klimaschutzwälder, die auf den Höhenzügen oberhalb der Weinberge im Moseltal sind. Diese dienen als Kaltluftbarriere, um die Weinberge zu schützen. hpl