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Waldkapelle renoviert und gesegnet

Waldkapelle renoviert und gesegnet

Mit Hilfe eines professionellen Restaurators hat der Heimatverein Erden die kleine Waldkapelle selbst restauriert. 21 000 Euro hat das Projekt gekostet - mehr als die Hälfte des Geldes kam durch Spenden zusammen.

Erden. Die Mitglieder des Heimatvereins Erden haben die Erdener Waldkapelle über drei Jahre hinweg in mehr als 200 Arbeitsstunden restauriert; Matthias Comes hat den Vorplatz der der Kapelle neu gepflastert. Die Idee zur erneuten Restaurierung hatten vor fünf Jahren Klaus Lotz und Anton Burbach. Lotz ist inzwischen Ehrenmitglied des Heimatvereins. Viele Szenarien wurden seitdem durchdacht: selbst reinigen, komplett neu ausmalen und andere. Durch Zufall konnte Anton Burbach den Kontakt zu Thomas Lutgen herstellen. Thomas Lutgen, ein erfahrener Restaurator aus der Nähe von Eschfeld in der Eifel, wurde schließlich für das Projekt angefragt. Den Entschluss zur Renovierung fasste der Verein im Frühjahr 2014, nachdem das Angebot von Lutgen vorlag. Insgesamt habe die Renovierung 21 000 Euro gekostet, sagte der Vorsitzende Hans-Hermann Schwaab dem TV. 12 500 Euro davon habe man mithilfe von Spenden zusammenbekommen, den Rest habe der Heimatverein bezahlt.
In die Finanzierung flossen die Erlöse des Brunnenfestes, der Wittlicher Säubrennerkirmes und des Bernkasteler Weinfestes mit ein. Zusätzlich wurde ein Spendenkonto eingerichtet, auf dem zahlreiche Spenden von Privatleuten eingingen. Auch die Adventsfensteraktion im Dezember 2014 mit über 4000 Euro und die Spende der Campingplatzpächter Sabine Schmitz und Hubert Künzer in Höhe von 3000 Euro trugen maßgeblich dazu bei, dass die Kapelle renoviert werden konnte (der TV berichtete). Auch von Unternehmen kamen Spenden.
Das Gebäude wurde zwischen 1922 und 1928 von den Kriegsheimkehrern als Dank, das Elend des Krieges überlebt zu haben, erbaut. Die Waldkapelle steht über dem Weinort Erden, idyllisch am Waldrand gelegen und erfreut sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit. Diese Liebe zur Kapelle hatte aber den Nachteil, dass viele Kerzen im Innenraum aufgestellt wurden, und daher war die Innenausmalung im Laufe der Jahre sehr verrußt wurde. Die letzte Renovierung des Gebetshauses fand 1980 statt. Kaplan Eich segnete die renovierte Kapelle feierlich ein.red