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Religion: Wallfahrt in Berglicht: Petrus verhindert die Prozession

Religion : Wallfahrt in Berglicht: Petrus verhindert die Prozession

Die Saison wird mit Gebeten und Segen vor 150 Gläubigen eröffnet.

Es sind noch Plätze frei, als die feierliche Eröffnungsmesse beginnt. Doch einige Besucher bleiben lieber stehen, nah am Eingang der Berglichter Kirche oder auf der Empore. So können sie den Altarraum mit dem Abteier Bläser-Quartett im Hintergrund gut überblicken und die Beiträge der links des Altares sitzenden Chöre auf sich wirken lassen.

Die Kirchenchöre St. Franziskus Hermeskeil und St. Paulinus Beuren sorgten für einen festlichen Auftakt der diesjährigen Marien-Wallfahrten. Die musikalische Leitung übernahm Rafael Klar, Kantor des Dekanates Hermeskeil-Waldrach, dessen Dechant Clemens Grünebach, Pfarrer von St. Franziskus, die Messe zelebrierte.

Wallfahrten zu „Unserer Lieben Frau vom Berge” haben in Berglicht eine mehr als 500-jährige Tradition. Noch in den 1960er Jahren führten sie viele Pilger in den Ort, was 2009 auf Initiative des damaligen Pfarrers Alexander Kurp wieder auflebte. Seither werden monatlich Wallfahrten nach Berglicht angeboten. Gestaltet werden sie von immer anderen Chören und Musikern. Auch die Priester, die die Messe mit der sich anschließenden Lichterprozession feiern, wechseln einander ab.

Zum jetzigen Auftakt wurde witterungsbedingt auf die Prozession verzichtet. Statt zum Mariengnadenbild im Pfarrgarten und von dort um die Kirche zu pilgern, zogen Pfarrer und Messdiener zur Marienstatue am linken Seitenaltar der Kirche. Nach Gebeten und Segen waren die etwa 150 Teilnehmer ins Pfarrhaus eingeladen. Auch das ist fester Punkt des Programms, organisiert und gestaltet von der Pfarrei, zu der auch Gräfendhron und Merschbach gehören.