Wanderer erkunden Region auf vier neuen Pfaden

Wanderer erkunden Region auf vier neuen Pfaden

Der Eifelsteig bekommt Nachwuchs, und zwar gleich Vierlinge. Auf insgesamt 61 Kilometern führen die neuen Partnerwege im Bereich Manderscheid durch die Vulkaneifel - vorbei an Maaren, Bachtälern und Schluchten.

Manderscheid. Auf und nieder, immer wieder, darauf muss ein Wanderer in der Vulkaneifel sich gefasst machen. Damit für jeden etwas dabei ist, von der Familie bis zum geübten Sportler, und die Strecken kontinuierlich gepflegt werden können, wird das Wegenetz entworren und besser ausgestattet. Dazu zählen auch die neuen Vulkaneifel-Pfade, die derzeit ausgezeichnet werden: der Manderscheider Burgenstieg, der VulkaMaar-Pfad, der Grafschaft- und der Zwei-Bäche-Pfad. Sie gehören zu insgesamt 14 neuen Partnerwegen des Eifelsteigs, die ab dieser Saison auf 372 Kilometern quer durch den Natur- und Geopark Vulkaneifel führen.
Sie werden derzeit entsprechend hergerichtet, ausgeschildert und mit Sitzbänken versehen. Denn hier gelten die gleichen Anforderungen wie für den Eifelsteig selbst. Die Natur und Geopark Vulkaneifel GmbH rechnet als Projektleiter mit Kosten von 400 000 Euro, erklärt Geschäftsführer Andreas Schüller. 70 Prozent zahlt das Land, den Rest die beteiligten Verbandsgemeinden. Die Zahl der Eifelsteig-Partnerwege steigt damit von 13 auf 27. Auch ohne Karte sollen die Wege gut zu finden sein, erklärt Rainer Schmitz, Leiter der Tourist-Info Manderscheid. Und es werden vor allem Tagesgäste angesprochen.
Wegepaten kümmern sich um die Zwischenmarkierungen, denn alle 200 Meter muss der Wanderer an einem Zeichen sehen, dass er auf dem richtigen Weg ist. Zweimal im Jahr kontrollieren sie den Pfad, für den sie zuständig sind. Insgesamt gilt die Maßgabe: weniger, dafür bessere Wege. So wird die Zahl der Wanderwege im Bereich Manderscheid von 21 auf vier zurückgefahren, auch, um die Pflege zu erleichtern, erklärt Schmitz.
Und das sind die neuen Partnerwege im Bereich Manderscheid:
Der Manderscheider Burgenstieg, eine Eifelsteig-Schnuppertour, bietet immer wieder neue Perspektiven auf die Burgen und das Eifeler Städtchen. Der Burgenstieg ist 6,1 Kilometer lang und mittelschwer, soll so auch Schulklassen das Wandern schmackhaft machen und ist geeignet für Familien, sagt Schmitz. Start ist am Kurhaus, die Gehzeit beträgt 2,5 Stunden.
Anspruchsvoll dagegen ist der VulkaMaar-Pfad. Er verspricht wunderschöne Einblicke in das Liesertal, führt auf zum Teil steilen Anstiegen zum Landesblick nach Meerfeld und dem Windsborn-Kratersee in Bettenfeld. 8,5 Stunden brauchen Wanderer für die 26,7 Kilometer. Startpunkt ist ebenfalls das Kurhaus.
Als "anspruchsvolles Sahnehäubchen" wird der Grafschaft-Pfad beworben. Höher und höher geht es über den Burgweiher und die Burganlage, an der Talkante von Lieser und Seilbach entlang bis Pantenburg und zum Falbachtal. Die 14,3 Kilometer lange Route beginnt in Manderscheid. Gehzeit: fünf Stunden.
Besonders angetan hat es Schmitz aber der Zwei-Bäche-Pfad, der auf 14 Kilometern rund um Hasborn, Ober- und Niederscheidweiler führt. "Unvergleichliche, unberührte Natur in den reizvollen Flusstälern Sammetbach und Alf", wirbt er für die Route. Die mittelschwere Wanderung, die etwa 4,5 Stunden dauert, beginnt in Hasborn.
Offiziell eröffnet Wirtschaftsministerin Eveline Lemke die neuen Vulkaneifel-Pfade am Freitag, 27. April, um 15 Uhr am Eichholzmaar in Steffeln (Verbandsgemeinde Obere Kyll).